Zwischenfall am Görnitzer Wehr bei Silvesterfahrt
Mann über Bord: Kanute kentert

Die Uferränder waren zugefroren, die Temperaturen bewegten sich um den Gefrierpunkt. Vor der Kälte schützten sich die Sportler mit Neopren, Schwimmweste, Paddelpfötchen und warmen Mützen. So wagten sich sechs "Unverfrorene" des Weidener Kanuvereins auf ihre traditionelle Silvesterfahrt. Ohne Zwischenfälle ging sie nicht ab.

In Hammerharlesberg setzten sie die Kanus auf die Waldnaab. Schon das Schließen der von der Kälte steifen Spritzdecken, erforderte Kraft und Geschick. Blitzschnell waren die Kanuten auf dem schnell fließenden Mühlkanal den Augen der Autofahrer entschwunden. Die erste heikle Stelle war das Görnitzer-Wehr mit seiner rechten Durchfahrt und dem großen Stein mitten im Schwall. Dem letzten der Gruppe wurde dieser Stein zum Verhängnis.

Wackelig und schief schoss er auf das Hindernis zu, und zack, schon ging der Mann über Bord. Brrr, war das Wasser kalt! Die Kameraden schoben das Boot ans Ufer, der Kanute rettete sich selbst. Das Begleitpersonal nahm ihn auf und setzte ihn ins warme Auto.

Einige Hundert Meter flussabwärts war die ganze Flussbreite bereits zugefroren. Die Paddler mussten an Land und das Hammerweg-Wehr weitläufig umtragen, um dann in der noch fließenden Alten Waldnaab bis ins Stadtbad zu gelangen. Nach eineinhalb Stunden erreichten die ausgefrorenen Männer das Ziel. Dort wurden sie mit heißen Getränken und Grillwürsten versorgt.
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