10 Fragen an alle Weidener
CSU plant große Umfrage zur Stadtentwicklung

Wir fordern Baureife spätestens 2018. Da muss jetzt Tempo rein.
Politik
Weiden in der Oberpfalz
13.04.2016
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Was fehlt in Weiden? Braucht es mehr Wohnungen, Baugrund, Kita-Plätze? Oder auch ein Multiplex-Kino in der Innenstadt? Solche und ähnliche Fragen will die CSU jenen stellen, die sie wirklich angehen: allen Weidener Bürgern.

Für den Herbst planen Fraktion und Kreisverband eine "flächendeckende Bürgerbefragung", wie Fraktionschef Wolfgang Pausch ankündigt. Sämtliche über 28 000 Haushalte sollen Bögen mit je 10 Fragen erhalten - 7 zu ganz Weiden, 3 speziell zum jeweiligen Ortsteil. Bei der Herbstklausur sollen die Antworten ausgewertet werden und in Anträge münden.

Dies wiederum ist eines der Ergebnisse der Frühjahrsklausur, zu der sich die CSU-Fraktionsmitglieder am Wochenende nach Tännesberg zurückgezogen hatten. Eineinhalb Tage lang tüftelten sie in vier Arbeitsgruppen an Zielen und Forderungen - eine "wahnsinnig arbeitsintensive" Angelegenheit, wie Pausch erzählt. Arbeitsschwerpunkte waren "Soziales und Bildung", "Bauen, Wohnen, Gewerbegebiete", "städtische Finanzen" und "Innenstadtentwicklung", ein Themenbereich, der sich nicht nur auf Stadtgalerie und neues Verkehrskonzept beschränkt.

Großkino und Stadtplatz


Eine Frage, die auch für die Umfrage vorgesehen ist, lautet: "Soll der Großparkplatz Naabwiesen bebaut oder offen gestaltet werden?" Die vorläufige Position der CSU fasst Hans Blum zusammen: "Wie andere Städte auch braucht Weiden einen Stadtplatz vor dem Rathaus." Blum erinnert an den großen Erfolg des "Foodtruck-Roundup" - "so etwas könnte man gerne noch öfter spielen". Eine Bebauung des Parkplatzes könnten sich die Christsozialen höchstens zur Hälfte vorstellen. So könnte "zum Parkhaus hin" ein Großkino entstehen, im Idealfall mit einem Multifunktionsgebäude, das auch eine Nutzung tagsüber ermöglicht ("Praxen, Cafés ...). Am bewährten Standort soll der ZOB bleiben.

Und auch die Realschule mit Schwimm- und Turnhalle. Die Frage "Neubau oder Sanierung" beantwortet die CSU eindeutig: Sanierung - falls ein Neubau keine gravierenden finanziellen Vorteile hätte. Die Bebauung des Realschul-Sportplatzes - "ein Erholungsraum" - lehnen die Christsozialen ab. Und falls Abriss und Neubau des Schulgebäudes doch günstiger kämen? "Dann soll man das Gebäude am selben Platz bauen", sagt Blum. Es gehe auch darum, Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft zu sichern. Sprich: die mögliche Fortführung der Weigelstraße zur Hochschule hin.

In der Nähe könnte ein neues Wohngebiet entstehen: Alois Lukas fordert, die bereits 2013 gehegten Pläne für das Baugebiet "Schirmitzer Weg Ost" zu forcieren. 9,1 Hektar könnten auf den Weg gebracht werden. Und auch vom SpVgg-SV-Areal in der Stockerhut verspricht sich die CSU viel. Könnte die Stadt es nutzen, wäre eine Kombination aus sozialem Geschosswohnungsbau sowie Ein- und Zweifamilienhäusern denkbar. Mittelfristig plädiert die Fraktion laut Dagmar Nachtigall für einen Neubau des Jugendzentrums. Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer berichtet von der Idee eines "Jugendpreises", den die Stadt verdienten jungen Ehrenamtlichen verleihen könnte.

"Viel zu langsam", so Lukas, geht es der Fraktion beim Gewerbegebiet West IV. "Nach fünf Jahren haben wir noch keinen Quadratmeter Grund", klagt Pausch. Er fordert einen wettbewerbsfähigen Verkaufspreis. Und: "Baureife spätestens 2018. Da muss jetzt Tempo rein."

Mehr Ergebnisse der CSU-Klausurtagung lesen Sie am Freitag.
Wir fordern Baureife spätestens 2018. Da muss jetzt Tempo rein.CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pausch zum Gewerbegebiet West IV
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