23-Jährige hilft Freund beim Rauschgiftschmuggel - Nach Geständnis ein Jahr auf Bewährung
Fingerabdrücke auf der Drogentüte

Die Lebensgefährtin eines Rauschgiftschmugglers kam vor dem Schöffengericht am Mittwoch mit einem Jahr auf Bewährung davon. Zusammen mit ihrem Freund, der vor zwei Monaten zu dreieinviertel Jahren Haft verurteilt wurde, hatte die 23-Jährige im Juni letzten Jahres 29 Gramm Methamphetamin aus Tschechien ins Bundesgebiet eingeführt. Ihr Tatbeitrag hatte sich darauf beschränkt, dass sie ein Plastikbeutelchen zur Verpackung auf dem Asia-Markt zur Verfügung stellte. Ursprünglich behauptete sie, mit der Sache überhaupt nichts zu tun und nichts vom Rauschgift gewusst zu haben. In der Verhandlung gegen den Mann war jedoch zur Sprache gekommen, dass die Fingerabdrücke der Frau auf dem Tütchen entdeckt worden waren. Daraufhin wurde sie im Gerichtssaal festgenommen und bis zur Verhandlung in U-Haft gesteckt.

Das umfassende Geständnis, das Rechtsanwalt Peter Kanev (Alten-Busek) namens der 23-Jährigen vortrug, brachte der ledigen Mutter Pluspunkte ein. Da die gebürtige Karlsbaderin weder in Tschechien noch in Deutschland vorbestraft war, erkannte Staatsanwalt Rene Doppelbauer auf einen minder schweren Fall. Amtsgerichtsdirektor Gerhard Heindl und die Schöffen verurteilten die Frau antragsgemäß zu einem Jahr auf Bewährung. Verteidiger Kanev hatte auf neun Monate "mit" plädiert.
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