26 Einbrüche: Prozess gegen Ruslan S. - 2002 in Eschenbach an Überfall beteiligt
Profi-Einbrecher kehrt zurück

(ca) Die Arbeit für Staatsanwaltschaft und Gericht reißt nicht ab. Am Mittwoch beginnt ein weiterer größerer Prozess: Der angeklagte Ruslan S. aus Moldawien wird beschuldigt, mindestens 26 Einbrüche in ganz Bayern verübt zu haben. Laut Landgerichtssprecher Markus Fillinger hat die 1. Große Strafkammer bis März 2015 zehn Verhandlungstage angesetzt.

Etliche Einbrüche ereigneten sich in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN. Betroffen waren unter anderen Bäckereien im Stadtgebiet Weiden, in Eslarn, Moosbach etc., außerdem Verbrauchermärkte. Festgenommen wurde der 36-Jährige im August 2013 auf dem Dach eines Supermarktes in Amberg. Ruslan S. erbeutete laut Staatsanwaltschaft bis zu 6900 Euro pro Einbruch, einmal auch nur 58 Euro. Der Sachschaden lag zum Teil höher als der Wert der Beute.

Verteidiger ist Dr. Jan Bockemöhl. Der Regensburger Anwalt hat Ruslan S. in diesem Jahr schon einmal vertreten: Nach der Festnahme in Amberg hatte der Polizeicomputer eine Übereinstimmung mit einem ungeklärten Raub aus dem Jahr 2002 ausgeworfen. Damals war das "Getränkemekka" in Eschenbach von drei bewaffneten Männern überfallen worden, die entkamen, aber Spuren hinterließen.

Wegen dieses zwölf Jahre alten Raubes sollte sich Ruslan S. schon im April vor dem Landgericht Weiden verantworten. Präsident Walter Leupold setzte das Verfahren aus, weil erst noch per Interpol nach einem Komplizen in Petersburg gefahndet werden sollte. Der dritte Verdächtige ist verstorben.
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