34 Teinehmer beim Jugendkongress im JuZ
Stammtischparolen keine Chance geben

Der Journalist Dietmar Telser stellte seine eindrucksvolle Web-Reportage Zaun - eine Reise entlang der Grenzen Europas in einem Bildvortrag vor.
Politik
Weiden in der Oberpfalz
19.06.2016
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Was kann die Stadt für mich tun? Die Mitglieder des Jugendforums zäumen das Pferd von hinten auf. Wer etwas an seiner Stadt und seinem Leben verändern will, der muss etwas dafür tun. Was konkret das sein könnte, darum ging es beim Jugendkongress am Samstag im JuZ.

Die Einladung zum Jugendkongress haben 34 Teilnehmer angenommen, viele davon waren zum ersten Mal auf einer Veranstaltung des Jugendforums. Die Neugier wurde belohnt mit einem spannendem Programm mit drei Workshops aufgezogen.

Der erste befasste sich mit dem Thema "Stoppt Stammtischparolen!" Hier ging es darum, wie man ganz konkret reagieren kann, wenn man Zeuge dumpfer Äußerungen oder Hetzerei wird. Es wurden Wege aufgezeigt, wie man mit so jemandem ins Gespräch kommen und solche Argumente überzeugend widerlegen kann.

Integration fördern


Der zweite Workshop war übertitelt mit "Der Zaun! Wer steht davor?" und befasste sich mit der Flüchtlingsproblematik. Hier ging es darum, die Thematik grundsätzlich einzuordnen und Fragen zu beantworten, die sich bei der Integration von Menschen aus anderen Ländern stellten.

"Grünes Licht für Shirts - Fair Trade" zeigte die Möglichkeiten auf, durch fair gehandelte Produkte für bessere Lebensbedingungen der Menschen in den Herkunftsländern wie Afrika, Asien und Lateinamerika zu sorgen.

Die Ergebnisse aller drei Workshops wollen die Mitglieder des Jugendforums mitnehmen, auswerten und wenn möglich weiter in die Schulen zu tragen - wie beispielsweise mit Argumentations-Trainings.

Eindrucksvolle Reportage


Zum Abschluss stellte der Journalist Dietmar Telser seine eindrucksvolle Web-Reportage "Der Zaun - eine Reise entlang der Grenzen Europas" in einem Bildvortrag vor. Für diese war er an die wichtigsten Stationen der Flüchtlingsrouten gereist, hat sich dort mit den Menschen unterhalten.

Der parteiunabhängige Jugendkongress befasste sich aber nicht ausschließlich mit gesellschaftspolitischen Themen. Im Vorfeld hatten die Macher des Jugendforums Fragebögen ausgeteilt, in denen junge Weidener angeben sollten, welche Einkaufsmöglichkeiten sie in ihrer Stadt vermissen.

Definitiv abnabeln


Die am häufigsten genannten Einzelhändler seien angeschrieben worden, ob sie sich vorstellen könnten, in Weiden zu eröffnen. Einer habe bisher geantwortet: Primark - leider sei die Stadt für das Unternehmen kein geeigneter Standort.

Wie es weiter gehe mit dem Jugendforum? "Momentan sind wir noch ein Teil der Bundesinitiative ,Demokratie leben'. Das ist aber nur befristet. Wir wollen uns definitiv abnabeln", sagt Theresa Weidhas, eine der Sprecherinnen des Jugendforums.

Zweimal im Monat treffe man sich, Neuzugänge seien natürlich immer willkommen. "Wer möchte, kann sich per E-Mail an uns wenden unter: jugendforum-weiden@web.de."
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