3,5 Millionen teurer Wittgarten-Durchstich mit 90 Prozent gefördert
Wettbewerb für Witt-Platz

Stadtplaner Friedrich Zeiß (rechts) erläutert am Modell den Wittgarten-Durchstich. Sparkassen-Vorstand Ludwig Zitzmann, OB Kurt Seggewiß und Stadtwerke-Vorstand Johann Riedl (von links) begrüßen das Projekt. Bild: Göltz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
26.05.2016
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Kein Zweifel: Der Durchstich zum Wittgarten kommt. "Die beste Förderung, die ich je erlebt habe", so Stadtplaner Friedrich Zeiß, mache das 3,5 Millionen Euro teure Projekt möglich, das den Sparkassen-Parkplatz und - jenseits der Gleise - auch die Stadtwerke aus dem Hinterhof in eine 1a-Lage holt. Dazu gibt's neue Ideen.

Beim Ortstermin überraschte OB Kurt Seggewiß. Er kündigte an, dass er für die nötige Neugestaltung des Josef-Witt-Platzes, an den der Wittgarten-Durchstich ja unmittelbar anschließt, einen kleinen Wettbewerb plane. "Das Areal wird neu gefaßt." Es bilde das Pedant zum Macerata-Platz. Bei Stadtsparkasse und Stadtwerke, derzeit durchs Gleisbett getrennt, deuten sich "spannende Ideen" an, um die Möglichkeiten zu nutzen, die der Durchstich bietet.

Die Vorstände Ludwig Zitzmann (Sparkasse) und Johann Riedl (Stadtwerke), betonten, dass sie "gerne bereit" seien, den für die Baumaßnahme benötigten Grund abzutreten. Zitzmann unterstrich, dass der Durchstich die Parkplatzplanung der Sparkasse aus dem Jahr 2004 vollende. Zwar müsse die Sparkasse Garagen und Stellplätze opfern. Aber der Parkplatz (154 Stellplätze) erhalte dann einen direkten Zugang zum Josef-Witt-Platz und werde dadurch für die Maxstraße noch attraktiver.

Als eines der wichtigsten Projekte für die Stadtentwicklung bezeichnete Stadtplaner Friedrich Zeiß den nur 220 Meter langen Durchstich. Mit sanften Rampen erschließe er Innenstadt, Stockerhut und Rehbühl für Fußgänger, Rad- und auch Rollstuhlfahrer. Der Durchstich bilde den städtebaulichen Abschluss der Fußgängerzone. Vom Stadtteil Stockerhut in die Maxstraße sei's dann nicht mehr weiter als vom City Center zur Stadtgalerie.

Seit 40 Jahren

Im Frühjahr 2017 beginnen die Arbeiten. Auf Stadtwerke-Areal werde neben den Gleisanlagen das Unterführungsbauwerk erstellt. Entscheidend für den Einbau sei die Woche vom 28. März bis 2. April 2018, so Zeiß. Dann ruhe nämlich, auf Antrag der Stadt Weiden, der Bahnverkehr. Die Beförderung der Bahnfahrer übernehmen Busse. Die Schienen werden entfernt, die Bahntrasse abgegraben und das neue, 22 Meter breite und etwa 3,50 Meter hohe Betonbauwerk komplett in den Gleiskörper eingeschoben.

Schon vor 40 Jahren habe die Stadt die ersten Flächen für den Durchstich erworben, erläuterte Seggewiß. "Jetzt macht das Förderprogramm dieses bedeutende Projekt möglich."
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