70 Jahre Ortsverband der Christsozialen
Politik an der Seite der Menschen

Die bayerische Sozialministerin Emilia Müller blickt auf 70 Jahre CSU-Geschichte zurück. Bild: Kunz

Weiden sei das Paradies, lässt Horst Seehofer als Video-Gruß der festlichen Runde übermitteln, die im Rothenstädter Lehner-Saal das 70-jährige Bestehen des CSU-Kreisverbands Weiden feiert. Der Ministerpräsident hat dafür ein Erklärung.

"Weiden ist ein Teil Bayerns und damit auch ein Teil des Paradieses", führte der CSU-Chef in seiner am Freitagabend präsentierten Botschaft weiter aus. Sozialministerin Emilia Müller nahm als Festrednerin den Gedanken auf, sprach von sozialer Infrastruktur und florierendem Tourismus. "Es lässt sich gut leben und arbeiten hier in Weiden." Dabei unterstrich sie die Weitsicht der Altvorderen unter den Christsozialen: Gründungsvorsitzenden Hans Schrott, Minister Gustl Lang und die Oberbürgermeister Karl Heilmann und Hans Schröpf.

"Was wäre Weiden und die Oberpfalz ohne sie?" Zusammen mit Hans Schröpf habe Gustl Lang unter dem Motto "Es muass scho geh!" zentrale Aufstiegsprojekte auf den Weg gebracht: Max-Reger-Halle, Fachhochschule und den Anschluss an die Autobahn A 93. Es sei nicht übertrieben, zu sagen: "Ohne unseren Gustl Lang wäre die östliche Oberpfalz mit dem Zentrum Weiden nicht das, was sie heute ist: lebens- und liebenswert." Der 70. Geburtstag der CSU Weiden wecke deshalb zwei Gefühle: Dankbarkeit für die Leistung der Gründergeneration und ihrer Erben, sowie eine Verpflichtung für die Zukunft. Emilia Müller erinnerte an die CSU-Gründungsversammlung am 16. Januar 1946 im Josefshaus. Die CSU sei nie eine Kaderpartei gewesen, sondern Bürgerpartei mit starken Orts- und Kreisverbänden und selbstbewussten Mitgliedern.

Nicht der Staat stehe im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Nach anfänglichen Flügelkämpfen habe Franz Josef Strauß die Partei zur Volkspartei gemacht. Alle Leitentscheidungen der Bundesrepublik trügen weißblaue Handschrift, so die Ministerin weiter. Von der Sozialen Marktwirtschaft bis zum Aufbau der Bundeswehr, vom Wirtschaftswunder bis zur Einheit der deutschen Nation. "Weißblaue Politik ist gut für Deutschland, aber auch für Bayern."

Rezept gegen Radikalismus


Derzeit gebe es viel Anlässe zum Nachdenken: Müller nannte Donald Trump, den Brexit, die Neuorientierung Europas, Krisen, Kriege, Flucht. Das Vertrauen in Eliten schwinde. Die Systemkritik nehme zu. Überall bildeten sich europakritische und offen europafeindliche Parteien. Die Antwort der CSU: "Nicht die Bevölkerung kritisieren, sondern den Radikalismus mit guter Politik bekämpfen." Und das mache die CSU wie keine andere Partei.

Politiker sollten kompliziert denken, aber einfach reden, sollten die Sorgen der Menschen ernstnehmen und die Probleme lösen. Nur so werde der Zusammenhalt in der Gesellschaft gestärkt. Geschlossenheit sei auch die Stärke der CSU. "Zusammenhalt kommt nicht vom Staat, sondern von uns Menschen." Und dafür müsse die Politik Chancen auf Teilhabe schaffen. Nur in einer chancengerechten Gesellschaft fühle sich keiner aufgegeben. Deshalb: Bildung, Altersversorgung, Integrationswillen und Vermittlung von Werten. Bayern sei ein weltoffenes Land. (Seite 22)
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