814.000 Euro Zuschüsse für die Sanierung
1,5 Millionen Euro fürs Alte Rathaus

Schon vor zwei Jahren waren 930 000 Euro für die Sanierung bereitgestellt. Schnell war aber klar, dass damit nicht alle nötigen Arbeiten finanziert sind. Nun liegen neue Zahlen vor: Die Sanierung kostet wohl 1,6 Millionen Euro. Auch der Storch muss während der Bauphase umziehen. Bild: Hartl
Politik
Weiden in der Oberpfalz
04.07.2016
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Ziegel rutschen vom Dach des Alten Rathauses, weil das Gebälk verschoben und marode ist. Doch nicht nur ganz oben sehen die Bauexperten Sanierungsbedarf. Auch bei Fassade, Bleiverglasungen, den Fenstern, Elektro-Installation und beim Fundament ist eine kundige Hand nötig, um das Wahrzeichen der Stadt langfristig zu sanieren.

Nach der nun abgeschlossenen Voruntersuchung ist klar, welche Maßnahmen notwendig sind und welche Summen sie kosten. Die größten Brocken sind mit 408 000 Euro die Zimmerer- sowie mit 188 000 Euro die Dachdeckerarbeiten. Unterm Strich sind für die Gesamtmaßnahme 1,544 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen nochmals 30 000 Euro, denn auch die im Dach installierten Heizungsrohre sind am Ende. Dies wurde bei der jüngsten Begehung überraschend festgestellt.

Allerdings wird die Stadt bei dieser Mammutaufgabe nicht allein gelassen. Aufgrund der historischen und städtebaulichen Bedeutung des Einzeldenkmals auch über die Stadtgrenzen hinaus stellt das Landesamt für Denkmalpflege eine Förderung über den Entschädigungsfond aus den öffentlichen Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus in Aussicht.

Insgesamt kann die Stadt mit 814 000 Euro an Zuschüssen rechnen. Davon steuern das Landesamt 424 000 Euro, das Denkmalschutz-Sonderprogramm 220 000 Euro, die Landesstiftung 130 00 Euro sowie der Bezirk 40 000 Euro bei. Die Förderanträge sind bereits gestellt. Unter diesen günstigen Voraussetzungen könnte sich der Eigenanteil der Stadt Weiden also auf rund 700 000 Euro reduzieren. Die Eigenmittel müssen - nach Eingang den Förderzusagen - im Nachtragshaushalt 2016 oder im Haushalt 2017 als Verpflichtungsermächtigung eingestellt werden. Die Sanierung soll noch im Herbst 2016 zeitnah starten, die schwächere Winterkonjunktur für die weitere Ausschreibung genutzt werden.

Während der Arbeiten ist die Umsiedlung des Storchennestes erforderlich. Wohin Meister Adebar umziehen soll, ist noch nicht geklärt.
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