Abgeordnete und Tennet-Vertreter sprechen über Erdkabel
Skepsis bei Landwirten

"Wir wollen den Menschen die Sorgen wegnehmen und Wünsche und Anregungen mitnehmen." Zitat: Andreas Herath, Projektleiter von Tennet
Politik
Weiden in der Oberpfalz
28.07.2016
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Von der Luft unter die Erde - dies hat der Bundestag für die Gleichstromtrasse Süd-Ost vorgegeben. Große Masten, die auf einer möglichen Trasse von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt nach Landshut die Oberpfalz durchschneiden, sind damit vom Tisch. Die Bedenken, etwa bei Landwirten, noch nicht.

Die Belastung für Mensch, Natur und Landschaft so gering wie möglich halten - dieses Ziel gaben der Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht und der Landtagsabgeordneter Tobias Reiß (beide CSU) für die Gleichstromtrasse Süd-Ost bei einem Treffen mit Tennet-Vertretern in Weiden. "Wir wissen, dass das die Landwirtschaft durchaus skeptisch sieht", sagt Rupprecht. Und: Es sei ja nicht so, dass es überflüssige Feldflächen gebe. "Das Thema Entschädigung ist ein großes Thema, das diskutiert wird und das wir auch lösen müssen." Für Reiß geht es bei der Frage von Entschädigungen nicht nur um private Grundstückseigentümer, sondern um auch den Staat oder Kommunen.

Tennet-Projektleiter Andreas Herath sieht den Dialog, den auch Rupprecht und Reiß unisono lobten, positiv. Auch auf Feldern, unter denden die Gleichstromleitung verlaufe, sei weiterhin Landwirtschaft möglich. Dennoch sei klar: "Es bleibt eine gewisse Rest-Skepsis." Beispielsweise bei der Frage, wie sich ein Austausch von Erdschichten auswirkt. Bei einer Exkursion sollen sich Landwirte mit Betroffenen in anderen Regionen austauschen können. Bewährt haben sich nach Ansicht Heraths die Informationsmärkte mit einer überschaubaren Teilnehmerzahl. "Wir wollen den Menschen die Sorgen wegnehmen und Wünsche und Anregungen mitnehmen", sagte Herath. Bewusst habe man einen kleineren Teilnehmerkreis gewählt, um arbeitsfähig zu bleiben.

Bis Anfang Oktober will Tennet dann erste Korridorvorschläge vorstellen. Rupprecht und Reiß kündigten eine weitere Informationsveranstaltung mit Vertretern von Tennet und der Bundesnetzagentur an.

Wir wollen den Menschen die Sorgen wegnehmen und Wünsche und Anregungen mitnehmen.Andreas Herath, Projektleiter von Tennet
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