Albert Rupprecht wünscht sich bei GSI mehr Praxis für Gymnasiasten
Abgeordneter mit richtiger Forderung an falscher Adresse

Berufliche Orientierung kommt in Gymnasien häufig zu kurz. "Jugendliche landen oft in Jobs, in denen sie gar nicht arbeiten wollen und verschenken damit Jahre", betonte Albert Rupprecht bei seinem Besuch bei der Gesellschaft für Schulungs- und Informationsdienstleistungen mbH (GSI). Hier wollte der Abgeordnete wissen, ob es möglich sei, Gymnasiasten bessere berufliche Orientierung zu bieten. "Das Akademische ist in den Köpfen oft mehr wert, als die berufliche Bildung. Diese Bilder sind nicht mehr zeitgemäß. Es gibt zu hohe Akademikerzahlen, die mit zu vielen Studienabbrechern verbunden sind", meinte Rupprecht.

In der Zentrale des Unternehmens an der Bahnhofstraße 19 sprachen Bernhard Markl (Geschäftsführer), Gerald Igl (Geschäftsführer) und Thomas Hauer (Teamleiter) mit dem Bundestagsabgeordneten. Die Institution bietet seit 20 Jahren verschiedene Bildungsprogramme für Jugendliche an, die bei der beruflichen Orientierung helfen. Allerdings habe die Einrichtung eine andere Zielgruppe als Rupprecht im Auge: "In der Regel unterstützen wir Jugendliche aus Mittelschulen oder Förderschulen, die einen besonderen Bedarf an Hilfe benötigen, um einen beruflichen Einstieg zu finden," betonte Hauer. Dennoch empfanden die Geschäftsführer Rupprechts Gedanken sinnvoll.

Das GSI bietet derzeit zwei Programme, die vom Bund gefördert werden. Zum einen mit 850 000 Euro das Projekt "Hand-in-Hand" (2015), das schwerbehinderten Menschen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt hilft. Zum anderen bietet die Einrichtung 2016 das Sonderprojekt "Mobipro-Eu" an. Jugendliche aus Rumänien lernen hier Deutsch, um sich besser im hiesigen Arbeitsmarkt integrieren zu können. Ob es 2017 eine Wiederauflage des Programms gibt, sagte Rupprecht nicht.
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