Alle Standorte sicher
Schulen: Stadträte atmen auf

Politik
Weiden in der Oberpfalz
17.04.2016
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Die Eltern von fünf Kindern aus dem Bereich Brenner-Schäffer-Straße, die mit dem Bus in die Rothenstädter Hans-Sauer-Schule fahren mussten, hatten schon erfolgreich Gastschulanträge für andere Standorte gestellt. Jetzt sollen auch die weiteren sechs Grundschüler dort die Möglichkeit erhalten, an eine andere Schule gehen zu können. Anbieten würden sich die Clausnitzer- und die Gerhardingerschule, die für die Kinder zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar wären.

Größere Sprengelveränderungen oder gar die Schließung von Schulstandorten kommt nicht mehr infrage. Markus Kindsgrab, Hauptabteilungsleiter der Stadt Weiden, erläuterte im Schulbeirat die Gründe dafür, alles beim Alten zu belassen. So soll die Einführung der offenen Ganztagsschule an den Grundschulen bisher freie Räumlichkeiten in Beschlag nehmen. Zudem machten sich zunehmend die Flüchtlingskinder bemerkbar. Allein an der Albert-Schweitzer-Schule, die ausgelastet sei, geschätzte 70. Genaue Zahlen, nach denen Alois Schinabeck (SPD) fragte, lagen nicht vor.

"Sehr weiser Beschluss"


Angesichts der nun nicht mehr gefährdeten Standorte zeigten sich die Fraktionsvertreter insgesamt sehr zufrieden. Dr. Theodor Klotz (Bürgerliste) bezeichnete sich sogar als glücklich und sprach von einem "sehr weisen Beschluss". Er sei vor allem der SPD dankbar, die immer hinter den Standorten gestanden habe.

Bestätigt sah sich Dr. Matthias Holl für die SPD-Fraktion. "Wir wollten keinen Standort schließen." Bürgermeister Jens Meyer zeigte sich überzeugt, dass die Ganztagsschule Schule machen werde.

Überrascht war Hans-Jürgen Gmeiner (CSU). Angesichts der Entwicklungen müsse man neue Entscheidungen treffen. Mit Blick auf die Ganztagseinrichtung forderte Gmeiner die Schulen auf, in Klausur zu gehen und die Fragen zu diskutieren "Will ich das? Schaff' ich das?".
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