"Amnesty International" kritisiert Gesetze in El Salvador
Rechte einfordern

Stadtrat Veit Wagner (Zweiter von rechts) half ebenfalls, die "Amnesty"-Röschen an die Frauen zu bringen. Bild: Kunz
Aus Anlass des Weltfrauentages gingen die Mitstreiter der Weidener Gruppe von "Amnesty International" auf die Straße. Mit Rosen in der Hand informierten sie über erschreckende Zustände in El Salvador, die durch das dort geltende absolute Abtreibungsverbot hervorgerufen würden.

Bei Fehlgeburten werden Frauen oft verdächtigt, geheime Abtreibungen durchgeführt zu haben. Ihnen drohen dann wegen "Mordes" Haftstrafen von bis zu 50 Jahren. Bei Schwangerschaftsabbruch können sie bis zu acht Jahre ins Gefängnis kommen, selbst wenn es eine Vergewaltigung gab oder ihr Leben auf dem Spiel stand.

Die Aktivisten sammelten Unterschriften für einen Brief an den Präsidenten El Salavdors, in dem er aufgefordert wird, solche Gesetze aufzuheben und die durch solche Gesetze inhaftierten Frauen und Mädchen freizulassen. Die Aktion ist Teil der globalen Kampagne "My Body, My Rights", die "Amnesty" seit einem Jahr durchführt. Sie richtet sich gegen diskriminierende Gesetze und Praktiken, mit denen sexuelle und reproduktive Rechte verletzt werden.

Die Kampagne soll namentlich junge Menschen dazu ermutigen, ihre Rechte in diesem Bereich zu kennen und einzufordern. Sie sollen selbstständig, ohne Zwang und staatliche Kontrolle über ihre Sexualität, ihren Körper und ihre Gesundheit entscheiden dürfen.
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