Annaberg-Buchholz wählt am 29. März erneut OB
Noch kein Nachfolger für Barbara Klepsch

Die Feier ist verschoben. Die Bürger in der Weidener Partnerstadt Annaberg-Buchholz müssen noch doch bis zum 29. März auf den Nachfolger ihrer beliebten ehemaligen Oberbürgermeisterin warten. Barbara Klepsch (CDU) war am 13. November 2014 als Sozialministerin in die sächsische Landesregierung berufen worden. Bei der OB-Wahl am Sonntag erreichte keiner der vier OB-Kandidaten die nötige absolute Mehrheit.

Die Überraschung: Nicht der Kandidat der CDU lag vorne. Dabei hatte Klepsch (CDU) im Juni 2008 bei ihrer Wiederwahl 87 Prozent der Stimmen erhalten. Sie war damals allerdings ohne Gegenkandidaten angetreten. CDU-Kandidat Steffen Simon bekam am 8. März nur 30,2 Prozent der Stimmen, Frank Dahms (Die Linke) 19,2 Prozent und Michael Heinz (SPD) 4,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei enttäuschenden 46,5 Prozent - und dies, obwohl nach Meinung der Annaberg-Buchholzer der Wahlkampf nicht immer mit fairen Mitteln geführt wurde.

Am ehesten konnten sich am Sonntag die Annaberg-Buchholzer noch Rolf Schmidt von der Freien Wählergemeinschaft "Wir für unsere Stadt/Alternative Liste Sport" als Chef im Rathaus vorstellen. Der 55-Jährige erreichte mit 46,4 Prozent die meisten Stimmen.

Rund 17 500 Wahlberechtigte sind Ende März noch einmal zum Urnengang aufgerufen. Dann reicht die einfache Mehrheit. Bis Freitag, 18 Uhr, müssen die vier Kandidaten entscheiden, ob sie noch einmal antreten. Zumindest zwei der Kandidaten zeigen sich offenbar von ihrem niederschmetternden Ergebnis "stark beeindruckt" und "überlegen".

Eine herausragende Rolle wird der neue Annaberger OB bei den Feiern zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft mit Weiden spielen. Staatsministerin Barbara Klepsch hat ihre Teilnahme bereits zugesagt.
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