Bahnhalt Hammerweg: Stadt ist am Zug
Neuer Bahnhof zieht auch Investitionen für Stadt nach sich

Der Bus- soll auf den künftigen Bahnhalt umgestellt werden, die Bushaltestelle "Ulmenweg" ein wenig verlegt werden. Am Montag diskutiert der Stadtrat über diese Pläne. Bild: Götz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
07.05.2016
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In Sachen Bahnhaltestelle Weiden-Nord ist es höchste Eisenbahn. Und zwar für die Stadt. Denn auch sie muss im Zuge der geplanten neuen Bahnhöfe investieren. Am Hammerweg etwa in Umfeldmaßnahmen und die Busanpassung. Darauf weist die Verwaltung die Stadtratsmitglieder in einem Vorlagebericht hin - und drängt zum Sitzungstermin am Montag (Neues Rathaus, 15 Uhr) auf einen Entschluss.

Wohlgemerkt ohne vorab mit Bau- oder Hauptverwaltungsausschuss beraten zu haben. Das sei "aufgrund der Eilbedürftigkeit der Entscheidung [...] aus zeitlichen Gründen nicht möglich" gewesen. Befinde sich der Haltepunkt für Züge am Hammerweg doch bereits in der ersten Investitionstranche.

Und was gibt es zu tun? Zum einen seien laut Stadtverwaltung im Bereich der Bahnsteigzugänge genügend große überdachte Fahrradabstellanlagen zu schaffen. Zudem solle die Bushaltestelle "Ulmenweg" verlegt werden. Und zwar näher an die Fußgängerunterführung. Was das kostet, sei allerdings noch unklar. Die Maßnahmen erscheinen der Verwaltung aber "im Hinblick auf zu erwartende investive Pflichten vertretbar". Diese können mitunter aber auch teuer geraten.

Das zeigt die zweite Forderung, die sich aus der sogenannten "Verkehrlichen Aufgabenstellung" ergibt, die alle Beteiligten, sprich die Bayerische Eisenbahngesellschaft sowie die betroffenen Kommunen, unterzeichnen sollen. Darin wird auch die fahrplanmäßige Abstimmung der Stadtbuslinie 1 an die Ankunftszeiten am neuen Bahnhalt gefordert. "Das erscheint aus Sicht der Verwaltung nur sehr schwer, das heißt, unter hohem finanziellen Aufwand umsetzbar." Die Kosten hierfür seien durch den Vertragspartner zu tragen.

Stadtlinienbusbetreiber Wolfgang Wies rechnet hier mit einem stolzen Betrag, da ein zusätzlicher Bus eingesetzt werden müsste, um die Taktung zu halten. Entsprechend wenig hält er von dem Anliegen, wie er zuletzt bei der Pressekonferenz zum Öffentlichen Personennahverkehr kundtat.

Bleibt abzuwarten, wie der Stadtrat am Montag entscheidet. Die Verwaltung jedenfalls argumentiert, dass neben den zu erwartenden positiven Auswirkungen auf den Stadtteil Hammerweg durch einen neuen Bahnhof dort - es ergebe sich eine "neue Erreichbarkeit für Bahnnutzer" - eben auch Verpflichtungen erwachsen würden.
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Volker Gebhard aus Amberg in der Oberpfalz | 07.05.2016 | 09:52  
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