Bayernweit fehlen 2400 Polizisten
Dünne Personaldecke

Symbolbild: dpa
Politik
Weiden in der Oberpfalz
12.04.2016
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München/Weiden. Exakt 2472 Stellen in der bayerischen Polizei sind unbesetzt. Dies teilte das Innenministerium auf Anfrage von Landtagsvizepräsidentin Inge Aures (SPD) im Landtag mit. Die eigentlich vorgesehene Sollstärke beträgt 27 386, die verfügbare Personalstärke (VPS) beträgt jedoch nur 24 914, wie Aures aus den Angaben des Ministeriums errechnet hat. In der Oberpfalz selbst fehlen 33 Beamte, unter Berücksichtigung der verfügbaren Kräfte wären es sogar 233.

Damit seien zum Stichtag 1. Februar neun Prozent aller Polizistenstellen im Freistaat unbesetzt sind. Deshalb seien allein 2015 über 1,6 Millionen Überstunden angefallen. Im Bezirks sind bis Ende des vergangenen Jahres 117 348 Überstunden angefallen, im Schnitt 53 pro Beamten. Das Polizeipräsidium reagiert auf die Situation mit einer Personalverteilung, orientiert an der Belastung, wie Pressesprecher Albert Brück erklärt. Im Vordergrund stehe dabei die Aufrechterhaltung des Schichtdienstes.

Die Neustädter SPD-Abgeordnete Annette Karl bewertet diese offiziellen Zahlen als "erschreckend hoch und besorgniserregend". Karl betont: "Der Sparkurs der CSU-Staatsregierung darf nicht zu Lasten der Sicherheit gehen." Die SPD fordere seit vielen Jahren zusätzliche Stellen bei der Polizei.



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