Bei Bürgerversammlung heftige Kritik an Telekom-Vertretern – Neue Zusagen
Schnelle Verbindung

Am 8. September war es, als der Telekom-Beauftragte für die Region, Enrico Delfino, die frohe Kunde verbreitete. Spätestens Ende des Monats sollten alle Weidener Haushalte pfeilschnelles Internet haben. Aus dem Versprechen wurde ein Versprecher. Vielleicht hat der Telekom-Mann auch einfach nur die Jahreszahl vergessen.

Die Folge ist erheblicher Verdruss, wie Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend feststellte. "Jetzt ist Sand im Getriebe." Noch deutlicher wurden einige Betroffene. So zeigte sich Günther Grabs (Trauschendorf) schockiert. Telekom-Leute hätten falsche Aussagen getätigt oder gar nicht Bescheid gewusst.

Monika Metzig erinnerte an die Aussagen vom September und beklagte, dass ihr Gewerbebetrieb in der Albert-Einstein-Straße (westlich Neustädter Straße) unter einer schlechten Internetanbindung leidet. Schließlich kritisierte Hans Bauriedl, dass der Ortsteil Latsch ein Stiefkind geblieben sei. 20 Hausanschlüsse habe die Telekom aufgegeben, weil es mit Vodafone einen Anbieter gebe.

Delfino, der von seinen Mitarbeitern Anja Bohmann und Herbert Malterer unterstützt wurde, sagte eine Überprüfung zu, wollte aber nichts versprechen. Monika Metzig und ihr Mann können aber bis Ende Oktober mit schnellem Internet rechnen. Bis Ende des Jahres werde Trauschendorf, Wiesendorf und das Gewerbegebiet westlich Neustädter Straße (Max-Planck-Straße) bedient. Für Neubau, Mallersricht-Ziegelhütte, Almesbach, Tröglersricht, Muglhof, Matzlesrieth und Oedenthal wollte er keine Aussage treffen. "Das funktioniert nicht so wie wir wollen." Bis Mitte nächsten Jahres sollte es aber klappen. Dann endet der Förderzeitrahmen.

Günther Grabs steht bei diesem Thema unter Strom. Bei der Bürgerversammlung warnt der frühere Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft, dass Tennet mit seinem Ostbayernring südlich von Weiden enorme Schneisen in die Wälder haue. Die Rodungen im künftigen Gewerbegebiet West IV seien dagegen Peanuts. Man müsse Druck machen, dass schonend mit dem Wald umgegangen werden muss.

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