Bündnis Weidener Becken fordert
Fracking endlich abwracken

Ein klares Nein zu den Fracking-Ermöglichungsgesetzen machten die Mitglieder des Bündnisses "Weidener Becken gegen Fracking" bei ihrer Protestaktion am Oberen Markt deutlich. Bild: Kunz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
11.04.2016
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Die Mitglieder von "Abgefrackt - Bündnis Weidener Becken gegen Fracking" beerdigten am Samstagvormittag auf dem Marktplatz Fracking und den Rest der Fossilindustrie. Der vergangene Januar sei der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Dasselbe gelte für Februar und März. "Wir meinen: Was wir in dieser Situation am wenigsten brauchen, ist das Fracking-Ermöglichungsgesetz."

Sonja Schuhmacher machte vor dem Alten Rathaus deutlich, worum es der Aktionsgemeinschaft geht: Das Festhalten an den alten klimaschädlichen Energieträgern Kohle, Erdöl und Erdgas sei ein Verbrechen an den Kindern. Klimaforscher James Hanson von der Nasa habe in seiner jüngsten Studie ein Abschmelzen des Grönlandeises in naher Zukunft ausgemacht.

Der Anstieg des Meeresspiegels von mehreren Metern werde zum Untergang der Küstenstädte sowie wertvoller Anbauflächen führen. Millionen Menschen würden eine neue Heimat benötigen. Überdies würden die Meere durch Kohlendioxid übersäuert, was zu einem großen marinen Artensterben führe. Die Bundesregierung wolle im Schatten der Flüchtlingskrise das Fracking-Ermöglichungsgesetz durchs Parlament bringen. "Wir fordern aber vielmehr ein sofortiges Fracking-Moratorium und schnellstmöglich ein ausnahmsloses Fracking-Verbot." Bei jeder Erdgas-Bohrung werde Methan freigesetzt, das kurzfristig als Treibhausgas 80 Mal schädlicher wirke als Kohlendioxid.

Aber auch Kohlendioxid, das etwa hundert Jahre in der Atmosphäre verbleibe, dürfe nicht mehr hemmungslos in die Luft geblasen werden. Deshalb fordere James Hansen eine wirksame Kohlenstoffsteuer, die dazu diene, Energie aus Erneuerbaren - wie Wind, Sonne, Windgas, Biomasse und aus Abfällen - für den Verbraucher billiger zu machen.
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