Bundesjugendring-Vorsitzende besucht Jugendzentrum Weiden
Die Jugend fest im Blick

Das Jahresprogramm des Stadtjugendrings Weiden war eines von mehreren kleinen Gastgeschenken, die DBJR-Vorsitzende Lisi Maier mit auf ihre Fahrt durch Deutschland bekam. Stadtjugendpfleger Ewald Zenger (links) und Stadtjugendring-Vorsitzender Tobias Reichelt (rechts) freuten sich über den besonderen Besuch im JuZ. Bild: Bühner
Ihr Zug hatte zwar Verspätung und die Regenschauer peitschten auf Bäume und Dächer. Dies blieben aber die einzigen negativen Ereignisse beim Besuch von Lisi Maier, der Vorsitzenden des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), im Weidener Jugendzentrum. Nach Weiden war sie gekommen, um an der 2. Weidener Demokratiekonferenz teilzunehmen. Vorher wollte sie sich aber dort umsehen, wo Tag für Tag Jugendarbeit gemacht wird.

Stadtjugendpfleger Ewald Zenger und SJR-Vorsitzender Tobias Reichelt begrüßten den Gast. Beide berichteten über die Jugendarbeit in Weiden, das Drogenpräventionsprojekt "Need no Speed", das Netzwerk Asyl, den Arbeitskreis Asyl und ebenso ausführlich über das Aktionsbündnis "Weiden ist bunt". Vorgestellt wurde auch das Jugendzentrum selbst als "Ort, an dem es gelingt, die verschiedensten Gruppen von Jugendlichen mit den unterschiedlichsten Migrationshintergründen erfolgreich zu betreuen". Auch dass dringend ein Jugendhilfeplan erstellt werden müsste, wurde betont. Einig waren sich die Gesprächspartner, dass die Förderung der Jugendarbeit keine freiwillige Leistung einer Kommunalverwaltung ist, sondern Pflichtaufgabe. Das ergebe sich unter anderem aus dem Sozialgesetzbuch.

Lisi Maier betonte, dass sich die Jugendarbeit in den letzten Jahren stark weiterentwickelt habe. "Wir haben viel gelernt." Erfolgreich gegen Gewalt von rechts könne vor allem dann gekämpft werden, wenn es starke zivilgesellschaftliche Strukturen gebe, berichtete sie aus ihrer vierjährigen Erfahrung als Chefin des Bundesjugendrings. Dieser hat seinen Hauptsitz in Berlin. Maier, von Beruf Lehrerin, füllt neben ihrem Amt als DBJR-Chefin noch eine zweite herausgehobene Funktion im Jugendbereich aus. Als Vorsitzende des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) vertritt sie über 600 000 Mitglieder. Dabei muss sie ständig in Deutschland unterwegs sein. Diesmal führte ihr Weg von Oberbayern nach Berlin. Doch anzumerken war der jungen Frau die Belastung keinesfalls. Vielmehr überzeugte sie ihre Gesprächspartner mit Kompetenz, Optimismus und Humor.
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