Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht zu Gast
OTH hofft auf Mittel vom Bund

Über zentrale Zukunftsfragen von Hochschulen wie es die OTH Amberg-Weiden ist, ging es im Gespräch zwischen Albert Rupprecht als Forschungs- und bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion (links) mit OTH-Präsidentin Professorin Andrea Klug und Professor Walter Schober, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Hochschule Bayern. Bild: Bühner

Vom Bund finanzierte Forschungsprofessuren für Hochschulen wie die OTH Amberg-Weiden. Das war eine Idee, die Professor Walter Schober beim Gespräch mit Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht aufs Tapet brachte.

(sbü) In seiner Eigenschaft als Forschungs- und bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion besuchte Albert Rupprecht die OTH-Amberg-Weiden. Gesprächspartner waren OTH-Präsidentin Andrea Klug sowie Professor Walter Schober, Präsident der TH Ingolstadt und stellvertretender Vorsitzender vom Verein Hochschule Bayern, einem Zusammenschluss aller bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs). Das Gespräch betraf grundsätzliche Fragen der Forschungsförderung. Sie sind für eine praxisorientierte Hochschule, wie es die OTH Amberg-Weiden ist, entscheidend für ihre künftige Entwicklung. "Es ging um die zukünftige Architektur der Hochschullandschaft, die wir austarieren und richtig entscheiden wollen", fasste Rupprecht die Gesprächsinhalte zusammen. "Ich arbeite in einem Fachbereich, der über 17 Milliarden entscheidet." Es gelte für die kommende Legislaturperiode die richtigen Schwerpunkte zu setzen, vorausgesetzt, "wir erhalten vom Wähler wieder den Auftrag".

Rupprecht kündigte in den nächsten Tagen ein "Vier-Augen-Gespräch mit Bildungs- und Forschungsministerin Johanna Wanka" an. Im Hintergrund steht die Entscheidung, an wen die aus dem Bundeshaushalt eingesetzten Fördermittel fließen. Fließen sie wie bisher hauptsächlich an die traditionellen, vorwiegend in der Grundlagenforschung tätigen wissenschaftliche Einrichtungen, wie es hauptsächlich die Universitäten sind? Praxisorientierte Hochschulen wie die OTH Amberg-Weiden und andere sind gerade in den letzten Jahren stark gewachsen. Doch für die Forschungsförderung des Bundes sei dies "noch ein offener Punkt", sagte Rupprecht. "Was soll Aufgabe der HAWs sein?" Dazu zähle auch die Entscheidung, welche Fortbildungsaufgaben die HAWs erfüllen.

Die Länder sollten in der Verantwortung bleiben, aber "unser Ziel muss es sein, die Bundesmittel im System zu halten". Laut Walter Schober geht es um Entscheidungen über drei Aufgabenfelder der HAWs. Dazu zählte er die anwendungsorientierte Lehre, einschließlich deren digitaler Gestaltung, die angewandte Forschung als Innovationsmotor für die Region sowie insgesamt das Thema Transfer innovativer Entwicklungen von der Hochschule in die Gesellschaft. Eine konkrete Maßnahme könnten Forschungsprofessuren sein, die der Bund finanziert.

"Wichtige Impulse"


Darüber hinaus schlug Schober die Gründung einer Wissenschaftstransfer-Gesellschaft vor. Sie könnte analog zur Deutschen Forschungsgemeinschaft im Bereich der angewandten Wissenschaften aufgebaut werden. Für OTH-Präsidentin Klug sind es "Themen, die alle Hochschulen beschäftigen". Und sie lobte das Gespräch als "für beide Seiten wichtig, weil wichtige Impulse gegeben wurden und die angewandte Forschung und ihr Transfer in die Region im Mittelpunkt standen".
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