Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch bei SPD-Senioren
Spannung vor der Bundespräsidentenwahl

Im Vorwahlkampf wähnt sich MdB Uli Grötsch (stehend). Daraus machte er in seinem Vortrag der SPD-Arbeitsgemeinschaft AG 60plus auch keinen Hehl. Bild: Dobmeier

Wer soll neuer Bundespräsident werden? Eine spannende Frage für Uli Grötsch. Bei den SPD-Senioren äußert der Abgeordnete seine Sympathien für Außenminister Frank Walter Steinmeier.

Beim politischen Frühschoppen der SPD AG 60plus mit Vorsitzender Ursula Kinner im "Café Mitte" dankte der Bundestagsabgeordnete für das Vertrauen bei seiner kürzlich stattgefundenen Nominierung für die Bundestagswahl. Der Parlamentarier wähnt sich im Vorwahlkampf und griff SPD-Themen auf, die den Bürgern und der Partei seiner Meinung nach auf den Nägeln brennen.

Für Bürgerversicherung


Familien mit alleinerziehenden Eltern, die besonders von Altersarmut betroffen sein können, müsse die Möglichkeit auf flexible Kinderbetreuung gegeben werden, forderte er. "Beim Thema Gesundheit stellt sich die Frage nach der Gerechtigkeit", erklärte Grötsch ferner. "Wir sollten nicht in Koalitionsverhandlungen gehen, wenn es nicht zur Einführung der Bürgerversicherung kommt - auch wenn es vonseiten der Krankenkassen Widerstand geben wird". Es dürfe kein weiteres Absinken des Rentenniveaus und in die damit verbundene Altersarmut geben. "Dies kostet viel Geld, aber als Staat müssen wir die Wahrheit erkennen." Die Unionsparteien sperrten sich gegen eine Erhöhung der Rentenbeiträge zulasten der Arbeitgeber, sagte Grötsch. Er verwies auch auf den abschlagsfreien Renteneintritt bei 45 Beitragsjahren.

Die Phase des großen Zuzugs von Flüchtlingen nach Deutschland sei abgeschlossen, und es beginne die Bewältigung der Integration. "Der Krieg in Syrien muss endlich beendet werden", forderte der 41-Jährige. Die Bevölkerung brauche eine Perspektive, Flüchtlinge müssten in ihre Heimat zurückkehren können.

Die Vorgänge in Dresden zum Tag der Deutschen Einheit seien unsäglich gewesen. Die Demonstranten seien Argumenten nicht mehr zugänglich gewesen. Die Bürger in Ostdeutschland hätten vergessen, was in 26 Jahren geleistet worden war. Das Problem der Zuwanderung sei "nicht die Zahl, sondern die Geschwindigkeit". Der Politik sei es nicht gelungen der Bevölkerung die Ängste zu nehmen.

Landeschef kommt


"Out is out", sagte der Waidhauser Abgeordnete auf die Frage, wie er zum Brexit stehe. Wenn das Königreich keine Lasten mitträgt, dürfe es keine Vergünstigungen mehr geben. Am 2. November um 9.30 Uhr referiert SPD-60plus-Landesvorsitzende Jella Teuchner zum Thema Rente.

Out is outMdB Uli Grötsch über den Brexit
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