CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft im Gespräch mit Europaabgeordneten
Mögliche Wege aus der Milchkrise

Die Vorsitzende der AG, Barbara Ruhland (Zweite von rechts), erörterte mit EVP-Abgeordneten Manfred Weber (Vierter von rechts) die europaweite Milchkrise. Mit im Bild die Abgeordneten Karl Holmeier und Alexander Flierl, Landrat Thomas Ebeling und Mitglieder der CSU-Arbeitsgemeinschaft im Landkreis. Bild: hfz

Die CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft im Landkreis Schwandorf diskutierte beim Besuch des Vorsitzenden der Fraktion der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, in Schwarzach aktuelle Themen aus dem Landkreis Schwandorf. An erster Stelle steht hier, wie überall in Deutschland, die derzeit verheerende Situation am EU-Milchmarkt.

Welcher Weg führt aus der Milchkrise? Dies war auch das zentrale Gesprächsthema beim Treffen mit dem EU-Politiker aus Niederbayern. Eine Aussage des Politikers war, dass den deutschen Landwirten die gleichen Gelder zustehen würden, wie die Autoabsatzkrise 2008/2009 dem deutschen Steuerzahler gekostet habe. Dies waren mehrere Milliarden Euro. Bisher wurden den rund 71 000 Milcherzeugern 70 Millionen Euro Liquiditätshilfe angeboten. Bricht man dies auf den einzelnen Betrieb runter, sind dies 1000 Euro pro Betrieb und Jahr.

Außerdem sollen die Deutschen Milchbauern weitere 100 Millionen Euro Soforthilfe bekommen. Das gab der Bundesagrarminister nach einem Milchgipfel mit Vertretern von Bauern, Handel und Molkereien bekannt. Rechnet man diese Summe jedoch wieder auf den einzelnen Betrieb runter, sind dies 1400 Euro pro Jahr. Für 100 000 Liter abgelieferte Milch erhält derzeit jeder Milcherzeuger 10 000 Euro pro Jahr weniger Milchgeld gegenüber dem Vorjahr. Das statische Bundesamt veröffentlichte im Mai die aktuellen Zahlen. Darin ist zu lesen, dass durchschnittlich 54 Milchkühe je Betrieb in Deutschland gehalten werden.

Der Strukturwandel führt zu weniger Milchviehhaltern und größeren Betrieben. Auch diese Entwicklung sollte man nicht ganz aus den Augen verlieren, argumentierte der EU-Abgeordnete.
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