CSU-Ortsverband Lerchenfeld ärgert sich über OB und stellt neue Ideen vor
Und wer hat's erfunden?

Politik
Weiden in der Oberpfalz
29.06.2016
135
0

Eigentlich hat der CSU-Ortsverband Lerchenfeld zur Diskussionsrunde über "Bildung und Soziales in der Stadt Weiden" eingeladen. Zuvor aber nutzt Ortvorsitzender Michael Bihler die Gelegenheit, etwas zurechtzurücken.

Was ihn ärgere, seien weniger die negativen Anmerkungen von OB Kurt Seggewiß in einem NT-Artikel über die CSU-Landespolitik, vielmehr, dass sich der OB die OTH-Erfolgsgeschichte aufs eigene Brot schmiere. "Man darf nicht vergessen, dass die Gründung der OTH auf eine Initiative der CSU zurückgeht." Und, dass seine Partei hinter vielen Neuerungen stecke. Auch die Ankündigung von den Bebauungsplänen für das Industriegebiet Weiden-West IV komme so rüber, als hätten das die Genossen angestoßen. "Das ist nicht so. Das war ein Initiativantrag der CSU."

"Der OB bekommt eine Stabilisierungshilfe nach der anderen", ergänzte Stadtrat Hans Sperrer und verwies auf den Besuch von Finanzminister Söder in der nächsten Woche, der dem OB den nächsten Förderbescheid überreichen werde.

Geldkarte statt Bares


Die Stadträte Hans-Jürgen Gmeiner und Stefanie Sperrer stellten die Ergebnisse der Klausurtagung vor. Gedanken zum Thema hatten sich auch Maria Sponsel, Peter Schröpf und Hartmut Brönner gemacht. Es ging um Optimierungsmaßnahmen und Verbesserungsvorschläge. Etwa, das Chaos und die Überlastung der Mitarbeiter im Rathaus an Tagen von Hartz-VI-Auszahlungen durch eine Kooperation mit dem Sozialzweig der FOS/BOS abzufedern. Auch glaube man, es sei besser, statt Bargeld Geldkarten auszugeben. "Das macht die Antragsteller anonymer und kommt vor allem solchen Menschen zugute, die sich beim Abholen ihres Hartz-IV-Geldes nicht so wohlfühlen", glaubte Stefanie Sperrer.

In Sachen Kinderbetreuung werde Weiden durch die Flüchtlingskrise überrollt. Die CSU trete deshalb für eine bedarfsorientierte Meldepflicht ein. Gmeiner dachte an Kurzzeitfreiplätze wie bei der Kurzzeitpflege.

Breit diskutiert wurde auch, ob die Stadt einen Streetworker einstellen sollte. Die CSU meinte ja. Gmeiner: "Wir sind nicht auf einer Insel der Glückseligen." Stadtjugendpfleger Ewald Zenger sah eher wenig Bedarf. "Streetworker sind mehr was für die Großstadt." Denn solche Experten lösten beispielsweise Probleme mit Anwohnern nicht etwa, weil sie Betroffene umstimmten, "sondern die Jugendlichen so lassen, wie sie sind". Weiden sei mit seinen Jugendsozialarbeitern, die Lösungsansätze und Lösungsmodelle vermittelten, gut aufgestellt. "Was wir brauchen, ist eine vernünftige Vernetzung."

Preis für Jugendliche


Ein weiterer Punkt war die Verleihung eines Jugendpreises durch die Stadt in einem würdigen Rahmen ähnlich der Sportlerehrung. "Jugendarbeit wird in Weiden zu wenig honoriert", meinte Stefanie Sperrer. Geehrt werden könnten Jugendliche, die eine tolle Leistung vollbracht hätten bis hin zu Vereinen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.