CSU über Chancen und Probleme der Stadtentwicklung
Genug Potenzial wäre ja vorhanden

Ihre Gedanken zur Stadtentwicklung in Weiden erläuterten die Stadträte Alois Lukas und Karlheinz Beer (von links). Bild: Kunz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
19.07.2016
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Rund hundert Hektar: Diese Fläche an nicht genutzten Bauplätzen gebe es in der Stadt, unterstrich Stadtrat Alois Lukas, Sprecher der CSU-Stadtratsfraktion im Bau- und Planungsausschuss, bei einer Bürgerversammlung der CSU-Ortsverbände Lerchenfeld und Stockerhut in der Gaststätte Dagner. Einig war man sich, leerstehende Wohneinheiten wieder in den Wohnungsmarkt zu integrieren.

Weiden müsse aber auch aufpassen, dass es nicht abgehängt werde, betonte der Architekt und Stadtrat Karlheinz Beer. Während es anderenorts prosperiere, stagniere Weiden, sagte Beer. Andere Städte rund herum seien in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Neumarkt etwa, das zwar durch seine Lage im Einzugsbereich des Großraums Nürnberg profitiere, selbst aber auch verantwortlich zeichne für die Neuansiedelung zahlreicher Großfirmen. Dies müsse aber nicht eine Blaupause für Weiden sein. Jede Stadt müsse ihre Hausaufgaben selber erledigen. "Wir müssen unsere eigenen Stärken und Schwächen kennen."

Beer weiter: "Der Wohnungsbau beschreibt ganz massiv das Gesicht einer Stadt." Falsch sei es Ghettos zu bilden, wo einerseits Wohlhabende lebten, andererseits sozial Schwache. Man sollte auch nicht so sehr auf Einfamilienhäuser setzen. "Die machen, an den Rand gebaut, eine Stadt nicht weiter als Stadt sichtbar." Stattdessen sollte man verstärkt auf städtebauliche Sondergebiete setzen. "Dafür gibt es natürlich sehr viele Fördermittel, die man über die Landes- und Bundesregierung kriegen könnte."

Ungenutzte Bestände


Wer mit offenen Augen durch die Stadt gehe, zum Beispiel durch die Max-Reger-Straße, der stelle fest, dass es hier viele ungenutzte Flächen gebe, wenn man an den Häusern hochblicke. Das gelte übrigens nicht nur dort, sondern in allen Stadtteilen: Überall ungenutzte Wohnflächen, überall Baulücken. "Das eine oder andere Gebäude könnte man wegreißen und was Größeres hinstellen." Andere Städte machten sich auch Gedanken und stellten entsprechende Kataster her. "In Weiden würden wir feststellen, dass wir neben den 100 Hektar nicht bebauter Grünfläche noch Tausende von Quadratmetern ungenutzten Immobilienbestands haben." Mittel gebe es natürlich nur für solche Kommunen, die entsprechende Pläne in den Schubladen hätten.

Bauen auf dem SV-Gelände


Auch Fraktionschef Wolfgang Pausch favorisierte das innerstädtische Leben und setzte neben Kleinparzellen ("Flächen mit vernünftigen, bezahlbaren Zuschnitten") für Häuslebauer, etwa im Stockerhutgebiet auf dem SV-Gelände, auf die Sanierung bestehender Wohnhäuser.

"Wir müssen die privaten Immobilienbesitzer entsprechend beraten und ermutigen." Beispielsweise bei Sanierungsobjekten, die sanierungswilligen Eigentümern und Investoren Steuervorteile brächten. Diese Beratung falle natürlich unter den Aufgabenbereich der Verwaltung.
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