CSU will neues Konzept für Keramikmuseum und Regionalbibliothek
Auf dem Weg zum "Kulturzentrum Waldsassener Kasten"

Der Waldsassener Kasten mit Keramikmuseum und Regionalbibliothek. Nach den Vorstellungen der CSU soll er zum "Kulturzentrum" werden. Bild: Götz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
17.05.2016
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Nach wie vor kostet das Keramikmuseum der Stadt jedes Jahr rund eine Viertelmillion Euro. Ein Argument für eine sichere Zukunft ist das nicht. Deshalb fordert die CSU "neue, innovative Wege". Eine Arbeitsgruppe soll bis März 2017 ein Konzept vorlegen.

Dem Internationalen Keramikmuseum ist es in seinem Jubiläumsjahr gelungen, auch vor Ort wieder aktiver wahrgenommen zu werden. Entscheidend dazu beigetragen hat auch der neue Förderverein "Die Keramischen", der es mit vielfältigen Aktionen erreicht hat, die Besucherzahlen zu steigern. Das Defizit aber bleibt trotz allem hoch.

In einem Antrag zur Stadtratssitzung am 20. Juni fordert die CSU Lösungen. Sie will nicht nur das Keramikmuseum ("es liegt uns sehr am Herzen"), sondern das gesamte kulturelle Angebot der Stadt in seiner Breite und Vielfalt in die Zukunft tragen. Erste Gespräche hätten interessante Impulse ergeben.

So ist in dem Antrag von Synergien zwischen dem Keramikmuseum und der sich ebenfalls im Waldsassener Kasten befindenden Regionalbibliothek die Rede. Langfristig wird sogar eine Fusion der beiden Einrichtungen zu einem "Kulturzentrum Waldsassener Kasten" ähnlich dem "KulturHaus" in Siegburg als Ziel genannt.

Ferner weist die CSU darauf hin, dass sich in unmittelbarer Nähe auch die Volkshochschule, die Franz-Grothe-Musikschule und das Maria-Seltmann-Haus befinden. Und sie stellt die Frage, ob man nicht den Stadtteil unter dem Oberbegriff "Kultur-Scheibe" als Ganzes betrachten sollte.

Zur weiteren Vorgehensweise schlägt die CSU ein Vier-Punkte-Programm vor:

  • Die Verwaltung berichtet über das Jubiläumsjahr und das Fazit für das Keramikmuseum.

  • Dem Stadtrat werden Beispiele von gelungenen Kooperationen zwischen Museen und Bibliotheken vorgestellt.

  • Die Verwaltung berichtet über erste Anknüpfungspunkte für eine mögliche Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Einrichtungen.

  • Die Verantwortlichen bilden eine Arbeitsgruppe, die bis März 2017 ein Konzept erstellt, wie die Zukunft des Internationalen Keramikmuseums langfristig gesichert werden kann.

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