Defekt in Keller des ehemaligen Bundestagsabgeordneten
Girischs Sauna brennt

Annähernd sechsstellig ist die Schadenssumme, die am Donnerstagmittag beim Saunabrand im Untergeschoss des Anwesens von Georg und Klara Girisch in der Prößlstraße entstand. Bild: Steinbacher
Es war ein Tag wie immer: Georg Girisch (74), langjähriger Bezirk-, Kreis- und Stadtrat, Bundestagsabgeordneter und Bezirkstagsvizepräsident, begann auch den Donnerstag in seinem Haus in der Prößlstraße mit einem Saunagang. Danach fuhr er in die Stadt, zunächst nach St. Sebastian, dann in den Garten des Sohnes, um dort bei der Arbeit zu helfen. Derweil herrschte in und an seinem Haus am Rehbühl helle Aufregung.

Durch einen technischen Defekt brach in der Sauna, die sich ansonsten automatisch abschaltet, ein Feuer aus. Es griff vom Ofen auf die Holzverkleidung über und führte zu einem ausgedehnten Kellerbrand. Stadtbrandrat Richard Schieder, der den Einsatz der Stadtfeuerwehr sowie der Feuerwehren Neunkirchen und Frauenricht leitete, schätzt die Schadenssumme "auf annähernd sechsstellig". Zu den Brand- kommen Wasserschäden. Auch eine Wasserleitung war nämlich geplatzt. Der Einsatz der Feuerwehren, gegen 11.50 Uhr ausgelöst, dauerte zweieinhalb Stunden. Besonders die Atemschutzträger waren bei der Brandbekämpfung gefordert.

Girisch Ehefrau Klara war bei der Hausarbeit, als plötzlich der Strom in der Küche ausfiel. Sie wollte im Keller nach den Sicherungen sehen. Schon im Treppenhaus kam ihr beißender Rauch entgegen. Sie flüchtete ins Freie. Die Tochter und die drei Enkel, die ebenfalls in der Prößlstraße wohnen, waren nicht im Haus.

Noch als die Feuerwehr bereits vor Ort war, schlugen Rauch und Flammen aus den Kellerfenstern. Georg Girisch, der die Enkel von der Schule abgeholt hatte, kam wenig später nach Hause. "Man wollte uns wegen des Qualms nicht ins Haus lassen. Jetzt müssen wir schauen, wo wir zunächst einmal unterkommen."
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