Delegierte der Oberpfälzer Jugendfeuerwehren tagen in Steiningloh - 3437 Mädchen im Verband
Feuerwehr keine Männerdomäne mehr

Bezirksjugendwart Heinrich Scharf (links) zeichnete den Neustädter Kreisjugendwart Bernd Hutzler (Mitte) mit der Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehr aus. Bezirksverbandschef Hans Weber gratulierte. Bild: fsc
Die Ortschaft Steiningloh ist nicht gerade als Kongressstadt bekannt - seine erste überregionale Tagung allerdings meisterte das Dorf mit Bravour. Im neuen Gerätehaus trafen sich die Delegierten der Jugendfeuerwehren aus der ganzen Oberpfalz. Bezirksjugendfeuerwehrwart Heinrich Scharf war positiv überrascht vom großen Andrang.

Ein Lob ging an den Kommandanten und ehemaligen Jugendwart der Feuerwehr Steiningloh-Urspring, Ludwig Fischer. Er sei seit der Gründung der Jugendfeuerwehr vor rund 20 Jahren bei jedem Abzeichen mit einer Gruppe angetreten. "Für ein Dorf mit 170 Einwohnern ist das enorm", würdigte Scharf dieses Engagement. Nahezu alle Kinder seien im Laufe der Jahre in die Jugendfeuerwehr aufgenommen worden.

10 037 Mitglieder

Die Jugendfeuerwehren in der Oberpfalz zählen 10 037 Mitglieder. 6600 sind männlich und 3437 weiblich. An herausragende Veranstaltungen nannte Scharf den Brandschutz-Landeswettbewerb in Freystadt (Kreis Neumarkt) und den Kreisjugendfeuerwehrtag in Steinling (Gemeinde Edelsfeld). Eine Skifahrt in die Österreichischen Alpen sei zusammen mit den Jugendfeuerwehren des Landkreises Regensburg organisiert worden. Bei der Aktion "Natürlich Helfer" sammelten die Jugendlichen im Frühjahr Müll ein, der draußen herumlag. Allein im Kreis Regensburg kamen auf diese Weise rund 30 Kubikmeter Abfall zusammen.

Der 2. Bürgermeister der Stadt Hirschau, Peter Leitsoni, gratulierte der Steiningloher Feuerwehr zum neuen Gerätehaus. Er würdigte vor allem die Eigenleistung. Ohne dieses Engagement sei ein solches Projekt kaum zu schultern. Die Kommunen könnten sich glücklich schätzen, gut ausgebildete und ausgestattete Feuerwehren zu haben. Kreisbrandrat Fredi Weiß bedankte sich bei Heinrich Scharf und seinem Team, "denn es braucht ein Fundament, damit alles klappt und funktioniert". Bezirksverbandvorsitzender Hans Weber gratulierte den Geehrten. Er sei stolz auf die Jugendfeuerwehren der Oberpfalz, denn sie stellten ein Fünftel des gesamten Feuerwehrnachwuchses in Bayern. "Die Feuerwehr ist ein Vorbild", sagte er. "Sie ist eine der wichtigsten Bürgerinitiativen."
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