Drei Millionen aus Berlin
Sanierung von Hallenbad und Sporthalle möglich

Politik
Weiden in der Oberpfalz
26.02.2016
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12,6 Millionen Euro braucht die Stadt Weiden zur Sanierung von Schwimm- und Turnhalle der Realschulen. Aus Berlin gibt es nun drei Millionen Euro. Ein erster, wichtiger Schritt zu Finanzierung des Großprojekts, für das die Stadt noch weitere Fördertöpfe anzapfen will.

(wd) Die Anträge aus den Kommunen stapelten sich. Das neue Förderprogramm aus dem Bundesbauministerium, mit 140 Millionen Euro gefüllt, war 15-fach überzeichnet, berichtet OB Kurt Seggewiß. Am Donnerstag war er noch in Berlin. Am Freitag nannte das Ministerium die 56 Kommunen, die zu den Glücklichen gehören. Weiden ist als nur eine von sieben Gemeinden aus Bayern dabei. Die Abgabe des Antrages am 13. November (übrigens ein Freitag) brachte der Stadt Glück. Und: Die Stadtverwaltung verbesserte die Chancen. Sie signalisierte nach Berlin, auch mit der Finanzierung eines ersten Bauabschnittes aus diesem Förderprogramm leben zu können.

Nach der Förderzusage, die am Freitag an Seggewiß sowie an die Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch (SPD) und Albert Rupprecht (CSU) ging, schnürt die Bauverwaltung ein erstes Sanierungspaket. Da der Fördersatz (bis zu) 90 Prozent beträgt, können die dringendsten Maßnahmen mit einem Gesamtaufwand von etwa 3,3 Millionen Euro geplant werden. Im Vordergrund dürfte dabei die Instandsetzung der Dächer stehen. "Wir können mit der Teilsanierung starten", freut sich OB Kurt Seggewiß. Er weist besonders auf den Einsatz von Uli Grötsch und Florian Pronold, dem zuständigen Parlamentarischen Staatssekretär, hin, die den Weidener Förderantrag begleiteten.

"Überzeugende Bewerbung"


habe eine sehr anschauliche und überzeugende Bewerbung um die Fördergelder eingereicht, erklärt Grötsch. Rund 1000 Städte hatten sich für diesen Fördertopf angemeldet. "Der Kampf um die Mittel zeigt mir, wie wichtig es ist, jetzt mehr derartige Programme aufzulegen", betont der Bundestagsabgeordnete.

Der überraschende Geldsegen aus Berlin nimmt einen Teil der Standortentscheidung vorweg: Realschulbad und -turnhalle bleiben am alten Ort. Obwohl die Regierung erklärte, dass eine Teilverlagerung der Realschulen "nicht förderschädlich" sei, wird ein Neubau der Schulgebäude etwa im Stadtteil Stockerhut oder auf dem Bahn-Areal unwahrscheinlicher. Der Standort Naabwiesen scheint festgeschrieben. Dabei ist noch offen, ob die teuere Schulsanierung (etwa 35 Millionen Euro) oder, so eine weitere Variante, ein Neubau auf dem bisherigen Sportplatz (25 Millionen) den Vorzug erhält.
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