Eckpunkte aus Sozialamt-Budget vorgestellt – Lob für Einsatz für Flüchtlinge
„Großartige Arbeit“

Es ging um Zahlen - und endete mit vielen warmen Worten, die so gar nichts mit Ziffern zu tun hatten. Sondern mit Menschen. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses stand turnusgemäß die Vorstellung des Budgets 2016 für das Sozialamt auf der Tagesordnung. Rütteln ließ sich daran nicht mehr - der Haushalt ist bereits beschlossen. Für Bürgermeister Lothar Höher war das jedoch Anlass für eine Lobrede auf die Mitarbeiter des Amts.

"Es ist Zeit, Ihnen zu danken, dass Sie das alles so klaglos hinnehmen", erklärte Höher. Gemeint war die Arbeitsbelastung, die im vergangenen Jahr gerade fürs Sozialamt wegen der gestiegenen Flüchtlingszahlen stark gewachsen war. Trotz allem hätten die Mitarbeiter ihre Aufgaben gut bewältigt. "Sie leisten großartige Arbeit - zu einer schweren Zeit."

Mietkosten steigen


Tatsächlich spiegelte sich die vermehrte Ankunft von Flüchtlingen auch in einem Punkt wider, den Sozialamtsleiter Thomas Hentschel bei der Vorstellung des Budgets herausgriff: die Mietkosten für Asylbewerberunterkünfte.

20 neue Unterkünfte


Früher fielen sie gar nicht an, weil die Gemeinschaftsunterkunft ausreichte. Das ist aber schon lange nicht mehr der Fall. Inzwischen hat die Stadt zusätzlich 20 dezentrale Unterkünfte angemietet. Der Haushaltsansatz verzeichnet Kosten von 120 000 Euro. Wobei, abhängig von der weiteren Entwicklung der Zahl der Neuankömmlinge, "absehbar ist, dass der Bedarf weiter steigt". Der Stadthaushalt, betonte Hentschel, werde dadurch aber "nicht dauerhaft belastet". Die Regierung erstatte die Kosten.

Der größte Ausgabeposten ist allerdings ein anderer. Die Kosten der Unterkunft für Hartz-IV-Empfänger werden mit 6,75 Millionen Euro veranschlagt. Erstattet bekommt die Stadt davon nur etwas mehr als ein Drittel vom Bund.
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