FDP Weiden, Neustadt, Tirschenreuth nominiert Bundestagskandidaten
Martin Hofmann (33) kandidiert für Liberale

Hand drauf: Martin Hofmann (Dritter von links) ist der Direktkandidat der FDP Weiden, Neustadt und Tirschenreuth. Ihm gratulieren (von links) Fritz Heiß, Reinhold Wildenauer, Ulrich Lechte, Dieter Pauly und Christoph Skutella. Bild: Kunz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
10.11.2016
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Er ist jung. Er ist liberal. Und er ist nun auch Bundestagskandidat. Denn die FDP Weiden, Neustadt, Tirschenreuth schickt den 33-jährigen Integrationscoach Martin Hofmann bei der Bundestagswahl 2017 als ihren Direktkandidaten ins Rennen.

Den gebürtigen Kirchendemenreuther - Martin Hofmann stammt aus Döltsch - nominierte am Dienstagabend im "Alten Schuster" die Wahlkreismitgliederversammlung mit 15 Stimmen bei einer Enthaltung. Hofmann studierte nach seinem Einser-Abitur Volkswirtschaft in England, Bamberg und München, wo er nach dem Abschluss in der Vermögensberatung einer Münchener Volksbank arbeitete. Was früher fair schien, nämlich ein ausgewogener Nutzen von Kunden und Bank, habe er nach der Wirtschaftskrise einfach nicht mehr verantworten und mit seinem Gewissen vereinbaren können, sagte er. "Ich kündigte den gut dotierten und unbefristeten Vertrag."

"Sinnvolle Alternative"


"Ich habe eine gewisse Versuchung und Manipulation durch Menschen erlebt und bin besonders wachsam, wenn politische Figuren, wie jüngst bei der AfD, ihr perfides Spiel treiben." Nach seiner Banker- und Finanzmaklerzeit habe er dann vier Jahre an der Universität der Bundeswehr in München am Lehrstuhl für Mikroökonomik und Wettbewerbspolitik unterrichtet. Jetzt sei er zertifizierter Trainer für Verbraucherbildung und arbeite in Weiden als Integrationscoach, um jungen Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Am Münchner Landgericht sei er Schöffe. Hofmann, der inzwischen in Weiden wohnt, sieht sich selber als eine verantwortungsvolle und sinnvolle Alternative für seine Oberpfälzer Mitbürger.

Deshalb definiere er FDP auch mit "für dich Partei ergreifen". In Berlin wolle er sich dafür stark machen, dass für den Bürger mehr Freiräume geschaffen würden. Gleichzeit wolle er sich für einen verantwortungsvolleren Umgang mit den Steuern einsetzen. Er glaube, dass ein Wahlsieg über das Direktmandat durchaus möglich sei. "Sogar hier bei uns in der tiefschwarzen Oberpfalz." Als bekennender und aktiver Katholik habe er mit Befremden aufgenommen, dass die AfD dem Bamberger Erzbischof in der Diskussion um einen muslimischen Bundespräsidenten das Wort im Mund umgedreht habe. In der Folge habe es Hasskommentare und Todesdrohungen gegeben.

Mehr Bafög für Meister


Er setze sich für ein besseres Bildungssystem ein und wolle sich für eine Erhöhung des Meister-Bafögs stark machen. Die Wahl leitete der Bayerische Landesschatzmeister der FDP, Ulrich Lechte. Als Vertreter für den Landesparteitag wurden Fritz Heiß, Christoph Skutella, Dieter Pauly, Reinhard Heinrich, Reinhold Wildenauer und Manfred Meier gewählt.
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