Finanzausschuss erwartet Einsparungen bei Gärtnerei
Bürger pflegen Grün

Eingepackt: Die Stadtgärtnerei muss sich weiter aus der Pflege des städtischen Grüns zurückziehen und sollen sich auf die Grünanlagen konzentrieren. Ihre Aufgaben soll Bürger übernehmen. Bild: Götz
Der Finanzausschuss versucht, aus der Not eine Tugend zu machen. Bei Bauhof und Stadtgärtnerei wird hart gespart. Nun sollen die Bürger die Pflege des liebgewonnenen Grüns übernehmen und damit eine städtische Grünflächenpartnerschaft eingehen. Als Anreiz ist geplant, die Anwohner mit dem besten grünen Daumen beim Blumenschmuckwettbewerb auszuzeichnen.

Die Stadträte erwarten sich vom "Bürgerengagement" weitere Einsparungen bei den städtischen Einrichtungen. Klar ist den Vorsitzenden von SPD, CSU und Grünen, dass die Beteiligung beim Blumenschmuckwettbewerb kontinuierlich sinkt. Roland Richter und Wolfgang Pausch erhoffen sich immerhin, dass die Einsparungen das "Sechsfache" der Kosten des Blumenschmuckwettwerbs übersteigen. Die Auszeichnung der "Grünflächenpartner" sei das Mittel, um den Blumenschmuckwettbewerb weiter am Leben zu erhalten. Pausch schlug vor, dass sich besonders die Siedlergemeinschaften um diese Patenschaften bemühen sollten. "So kann unsere Stadt wirklich wieder aufblühen." "Vielleicht können sich auch die Parteien um einen Grünstreifen annehmen", meinte Reinhold Wildenauer (Bürgerliste).

Nicht gesagt wurde, dass wohl viele Nachbarn zu Rasenmäher und Harke greifen werden, weil sie die bereits ungepflegten städtischen Grünstreifen nicht mehr sehen wollen. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß räumte aber ein, dass er von vielen Bürgern den Wunsch gehört habe, die von der Stadt nicht mehr gepflegten Grünstreifen vor ihrer Haustüre "selber machen" zu wollen. "Das ist eigentlich eine großartige Entwicklung."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.