Finanzdezernentin plant mit Bayernpakt Kauf von 50 bezahlbaren Wohnungen – CSU warnt vor ...
Stadt sucht Allianz mit den Bauträgern

Selbst Schrott-Immobilien lassen sich mit dem Bayernpakt für bezahlbaren Wohnraum wieder sanieren, meint Stadtkämmerin Cornelia Taubmann. Doch die Stadt Weiden will einen neuen Weg gehen. Sie sucht die Allianz mit Bauträgern. Von den 250 Wohnungen, die in der Stadt geplant sind, sollen 50 im sozialen Wohnungsbau entstehen.

In der Max-Reger-Stadt fehlt bezahlbarer Wohnraum, bestätigte die Finanzdezernentin im Wirtschaftsbeirat. Dabei mangele es nicht an Initiativen. Aber der Zugriff auf Immobilien sei fast unmöglich. Sie erinnerte an die mögliche Bebauung auf dem ehemaligen SV-Gelände im Stadtteil Stockerhut. Allerdings müsse der Verein mit einer neuen Sportanlage "entschädigt" werden. "Selbst die Suche nach einem Sportplatzareal ist schwierig."

Es gebe in der Stadt zwar jede Menge Baugrundstücke und auch Investoren. Allerdings sei derzeit kaum jemand bereit, sein Grundstück zu verkaufen. "Es scheitert nicht am Preis, sondern daran, dass kaum jemand ein Grundstück abgibt", bestätigt Taubmann die Erfahrung vieler Familien, die derzeit vergeblich ein Baugrundstück suchen.

Selbst wenn ein Projekt verwirklicht werde, entstehe eben kein bezahlbarer Wohnraum: Allein die Vorgaben der Energieeinsparverordnung treiben den Aufwand und damit die Mietpreise für viele Familien in astronomische Bereiche.

Eine gute Lösung zeichne sich für den Hammerweg und das Turnerbund-Gelände ab, deutete die Stadtkämmerin an. Von den möglichen 250 Wohnungen sollten 50 unter der Überschrift sozialer Wohnungsbau entstehen.

Die Stadt plane, diese 50 Wohnungen "von jemandem, der schon auf dem Markt unterwegs ist", erwerben. Dabei sollen die Möglichkeiten der Förderprogramme genutzt werden. Anschließend sollen die Wohnungen als "bezahlbar" den entsprechenden Mietern angeboten werden. Taubmann korrigierte Annahmen, dass Förderungen bis zu 70 oder gar 80 Prozent möglich seien. "Die Quote liegt gerade mal bei 30 Prozent."

Hans Blum (CSU) warnte davor, diese 50 Wohnungen in einem Quartier, in einem Stadtteil, zu errichten. Er forderte, sie über das ganze Stadtgebiet zu verteilen, um eben eine Ghetto-Bildung zu vermeiden.

Josef Gebhardt (SPD) wiederum betonte, dass sozialer Wohnungsbau "nicht automatisch" bedeute, dass die Mieter mit Problemen behaftet seien. "Wir sehen hier aber auch die privaten Investoren gefordert."
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