Fördermittel für neue Skater-Anlage sind drin, wenn das Juz gleich mitsaniert wird
Jugendzentrum schon Ü60

Das Haus ist in die Jahre gekommen. In vielen Bereichen ist es erneuerungswürdig.

Dagmar Nachtigall hatte die Diskussion um eine neugestaltete, modernere Skateboard-Anlage am Jugendzentrum im Finanzausschuss ins Rollen gebracht. Nun wollte sich die CSU-Stadträtin am Dienstag in dieser Sache auch so schnell nicht ausbremsen lassen. Trotz der von Stadtkämmerin Cornelia Taubmann erwähnten 300 000 Euro, die für eine gründliche Modernisierung der Anlage nötig wären - und die die Stadt nicht hat. "Zudem gibt es keinen Fördertatbestand, der greifen würde", wusste Taubmann.

Wie wäre es mit Mitteln aus "Jugend stärken im Quartier"? "Das greift nur für Mikroprojekte." Hilft die Europäische Metropolregion Nürnberg? Fehlanzeige, sagte die Kämmerin. Auch Bundesmittel sowie Geld vom Bayerischen Jugendring seien nicht abgreifbar. Nachtigall gab trotzdem nicht auf: "Ich will die Idee nicht beerdigen", sagte die CSU-Stadträtin, verwies auf den hohen Beliebtheitsgrad des Skater-Sports bei Jugendlichen - und machte Vorschläge.

"Vielleicht kann uns ein Sponsor helfen? Oder ein Aufruf an die Wirtschaft?", fragte sie in die Runde, die unter Vorsitz von Oberbürgermeister Kurt Seggewiß im Kleinen Sitzungssaal im Neuen Rathaus tagte. Auch die Eltern und Jugendlichen wären bereit für eine Zusammenarbeit. "Da langen alle hin."

Schließlich erwähnte Stadtkämmerin Cornelia Taubmann ein "Hintertürchen", durch das sich Fördermittel eröffnen würden. Die Stadt müsse sich schlicht für die Modernisierung des ganzen Komplexes Jugendzentrum, der Anfang der 1950er Jahre entstand, aussprechen - mit dem "problematischen Gebäude" und der Skater-Anlage daneben. "Im Paket gibt es Mittel vom Bayerischen Jugendring", sagte Taubmann.

OB Seggewiß räumte ein: "Ja, über kurz oder lang müssen wir uns mit dem Jugendzentrum beschäftigen. Das Haus ist in die Jahre gekommen. Es erfüllt seinen Zweck. Aber in vielen Bereichen ist es erneuerungswürdig." Doch wie hoch ist der übliche Fördersatz bei einer Modernisierung, wollte Veit Wagner (Grüne) wissen. "Bei 40 bis 50 Prozent und sogar höher, solange wir Stabilisierungshilfen erhalten", erklärte die Kämmerin.

Oder die Skater hängen sich an einen Verein dran, schlug Dr. Matthias Loew (SPD) vor. Als Mitglied beim Bayerischen Landessportverband können Fördermittel locker gemacht werden. "Und versichert wären die Skater auch." Denn verschrammte Knie bei seinen Kindern nach Skater-Tricks kenne er gut. Reinhard Meier von der Bürgerliste bremste: Die Fördersumme betrüge nur 20 Prozent. "Das klingt nicht sehr attraktiv", bilanzierte der OB. Beerdigen will er die Idee einer modernisierten Skateranlage aber auch nicht. Deshalb stellte sie das Gremium zurück. Für wie lange, blieb unklar.
Das Haus ist in die Jahre gekommen. In vielen Bereichen ist es erneuerungswürdig.OB Kurt Seggewiß zum Juz
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