Frauen-Union gegen Belästigung
"Schlimmer Vergleich" von Annette Karl

Nicht nur politische Wortgefechte gab es bei der Frauen-Union. Auch eine Reihe von Ehrungen standen bei der Jahreshauptversammlung im Mittelpunkt. Mit dabei CSU-Chef Stephan Gollwitzer (links). Bild: Kunz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
16.03.2016
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Ein Stadtteil von Köln heißt Weiden. Doch das war nicht der Grund, warum die rheinische Millionen-Stadt bei der Jahreshauptversammlung der Frauen-Union im Oberpfälzer Weiden eine große Rolle spielte.

Dagmar Nachtigall, die für die erkrankte Vorsitzende Sabine Zenger einsprang, zeigte sich verwundert über die Aussage von MdL Annette Karl anlässlich des Internationalen Frauentags, wonach man die Silvesternacht von Köln nicht überbewerten sollte. Frauen seien es ja gewohnt, im Beruf von Männern belästigt zu werden. Nachtigall sprach von einem "schlimmen Vergleich". Sie halte sich da schon eher an die Aktion der deutschen Gewerkschaftsfrauen, wonach Belästigung von Frauen grundsätzlich in Deutschland nichts zu suchen habe.

Nacht nicht einfach abtun


CSU-Chef Stephan Gollwitzer pflichtete seiner Vorrednerin bei. "So einfach kann man so eine Nacht nicht abtun." Eine Wiederholung dürfe es nicht geben. Und: "Die große Presse in Deutschland sollte die Bürger nicht für dumm verkaufen." Schließlich gebe es heute soziale Netzwerke, die aufdeckten.

Unterschreiben kann Nachtigall allerdings die Botschaft der SPD, dass es im Weidener Stadtrat zu wenige Frauen gebe. Vor allem bei der CSU. Sie und Stefanie Sperrer fühlten sich recht einsam. Man könne durchaus Frauen wie Sabine Zenger, Angela Hofmann, Carola König oder Maria Sponsel im Stadtrat vertragen.Nachtigall warnte vor zu viel Hintergrundarbeit in den Ortsvereinen. "Ich rufe euch auf: Traut euch was, bekennt euch öffentlich zu den Farben der CSU!" Ein weiteres Thema war der Drogenkonsum in Weiden. "Dieses Thema dürfen wir nicht ausblenden."

Die Frauen-Union blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Die Aktivitäten erstreckten sich von Vorträgen über Exkursionen bis zur Glühweinpause in der Innenstadt.

Erfolg könne man nur gemeinsam haben. "Einzelkämpfer sind in Gemeinschaften wie der Frauenunion nicht gefragt, Zusammenhalt und Zusammenarbeit in der Frauenunion und der CSU sind unerlässlich", forderte Natigall. "Es sollte überhaupt wieder populär werden, nicht nur von Gemeinschaft und Zusammenhalt zu sprechen, sondern diesen Werten auch zu entsprechen."

Für den 9. April kündigte die Stadträtin einen französischen Abend im Pfarrheim Maria Waldrast an.

EhrungenFür 40-jährige Treue wurden Regina Eckl und Sabine Buchberger geehrt. Für 35 Jahre Maria Hammer. Für 25 Jahre Reinhilde Blaim. Für 20 Jahre Margit Weitensteiner und Dr. Bärbel Troidl. Für 15 Jahre Maria Hegner. Für 15 Jahre Elke Richter. Für 10 Jahre Brigitte Marx. (uz)
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