Frischer Fisch und neue Redner
Zwei Premieren beim Politischen Aschermittwoch

Eine Premiere: Beim Politischen Aschermittwoch in Weiden liefern sich die Landtagsabgeordneten Tobias Reiß (Tirschenreuth) und Franz Schindler (Schwandorf) ein Fernduell. Bilder: htl, Götz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
05.02.2016
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Weiße Stellen auf den Werbeplakaten der Schwarzen sorgen für Verwunderung. Die CSU lädt zum Politischen Aschermittwoch ein - doch eine Frage bleibt erstmal offen: Wer spricht? MdB Albert Rupprecht jedenfalls nicht. Sein krankheitsbedingter Ausfall führte bei den Weidener Christsozialen erst zu Lücken auf den Postern - und nun zu einer Premiere: In Vertretung tritt am Mittwoch, 10. Februar, erstmals MdL Tobias Reiß (Tirschenreuth) ans Rednerpult im Postkellersaal.

Aber auch die SPD bricht mit der Tradition, den jeweiligen Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis ans Mikro zu bitten. Und sie holt sich ebenfalls Verstärkung aus dem Landtag: Im Rothenstädter Lehnersaal soll MdL Franz Schindler (Schwandorf), der mit fast 95 Prozent wiedergewählte Bezirksvorsitzende, zu den Weidener Genossen sprechen. Zweiter Redner wird wie in den Vorjahren Fraktionschef Roland Richter sein. Eine "ganz brave, eher langweilige Rede" kündigt er an: "Ich werde Aufgaben der nächsten zwei, drei Jahre schildern und erklären. Es gibt viele ernste Themen, dazu passt kein Rumgeschreie." Auch im Stadtrat gehe es schließlich relativ harmonisch zu - "von der Weihnachtssitzung mal abgesehen". Zu diesen Vorgängen will Richter dann doch noch ein paar Takte verlieren. Die Kundgebung beginnt um 19, das Fischessen zuvor bereits um 18 Uhr.

Birgt diesmal wirklich nur die Landespolitik Zündstoff - oder verlassen zumindest die lokalen Größen der CSU die diplomatische Linie? Auf ein Dreigestirn setzt der Kreisverband der Christsozialen: Neben Reiß werden wieder Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pausch und Kreischef Stephan Gollwitzer sprechen. Wobei Pausch - anders als sein SPD-Pendant Richter - eine "spannende, interessante Rede" verspricht. Um 19 Uhr gibt zunächst die Stadtkapelle den Ton an, eine halbe Stunde später folgt der erste Wortbeitrag im Postkellersaal.

Nicht am Mittwoch, sondern erst zwei Tage später kommt es im Hotel zur Heimat zu einem bemerkenswerten politischen Beisammensein: Bürgerliste, Freie Wähler und FDP verbünden sich bei einem Fischessen. Eingeladen sind dazu die Mitglieder. BL-Fraktionschef Dr. Christian Deglmann will dazu "einige Gedanken" äußern - "aber eher spontan". Bei den Grünen dagegen bleibt die Küche kalt, und auch die Gemüter werden sich nicht bei einer Art Kundgebung erhitzen. Fraktionsvorsitzender Karl Bärnklau: "Das Hauen und Stechen liegt uns nicht so."
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