Gesprächsrunde für Seniorenclubleiter
Stadtbus zum Generationenmarkt gefordert

An vier Genuss- und Bewegungsinseln erfahren die Senioren beim Aktionstag "Genussvoll mitten im Leben" alles über gesunde Ernährung und Bewegung, kündigte Maria Müller (rechts) an. Seniorenbeauftragter Alfons Heidingsfelder (links, von hinten) hatte die Weidener Seniorenclubleiter am Mittwoch zur 17. Gesprächsrunde geladen. Bild: Gerhard Götz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
16.09.2016
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Allzu drängend sind die Probleme für die Weidener Seniorenclubleiter offenbar nicht. Erst als Alfons Heidingsfelder mehrfach nachhakte, wurden Kritikpunkte laut: Fehlende Papierkörbe, zu wenig Wertstoffsammelstellen, der Wunsch nach einer neuen Buslinie und Ärger mit Busfahrern kamen da aufs Tapet.

Stadt zahlt nur Getränke


Als Seniorenbeauftragter von Weiden hatte Heidingsfelder die Seniorenclubleiter zur inzwischen 17. Gesprächsrunde eingeladen. Über 40 Frauen und Männer kamen dazu am Mittwoch ins Maria-Seltmann-Haus. Der von der Stadt eingeschlagene Sparkurs ging diesmal noch spurlos an ihnen vorüber. Denn zum - städtisch finanzierten - Kaffee gab es Zwetschgenkuchen, von Heidingsfelder nachträglich zu seinem 75. Geburtstag spendiert. Die Stadt übernimmt nur noch die Getränkekosten.

Darüber beschwerte sich niemand. Was einer Frau allerdings auf den Nägeln brannte: "Der Generationenmarkt in der Neustädter Straße wird von den Stadtlinienbussen nicht direkt angefahren." Und genau das wäre ihrer Ansicht nach sehr wichtig. Denn: "Der RBO-Bus, der nach Neustadt fährt, hat viel längere Wartezeiten, und auch andere Preise." Das Kaufland dagegen sei über die Stadtlinien-Haltestellen bei der Detag und beim Ärztehaus gut angebunden, waren sich die Senioren einig.

Über zwei ärgerliche Vorfälle mit Busfahrerinnen berichtete eine andere Teilnehmerin. In einem Fall habe eine Busfahrerin eine Frau mit Rollator zur Eile angetrieben und sei dann angefahren, bevor die Seniorin richtig Platz genommen hatte. Im andere Fall seien Kindergartenkinder umgepurzelt, weil auch diese Busfahrerin losgefahren sei, bevor die Kleinen saßen. Beide Fälle liegen bereits einige Zeit zurück. "Ich hab's schon einmal gesagt", erklärte Behindertenbeauftragter Alexander Grundler. "Solche Fälle müssen uns umgehend gemeldet werden. Dann kann ich mit den Vorgesetzten sprechen, die Videoaufzeichnungen sichten und die Fahrer werden nachgeschult." Erfolge die Meldung zu spät oder - wie in diesen zwei Fällen - gar nicht, "dann können wir's nicht abstellen".

Moniert wurden außerdem fehlende Abfallkörbe im Weidingweg, die für ältere Menschen teilweise weiten Wege zu den Wertstoffinseln am Rehbühl und dass bei einer Wertstoffinsel in der Mooslohstraße kein gelber Sack angenommen werde. Als großes Ärgernis werteten die Senioren die Fußgängerampel in der Sedanstraße, Höhe "C & A". Die Grünphase sei so kurz, dass man allenfalls bis zur Fahrbahnmitte komme.

Zuschüsse bald beantragen


Unbedingt fortsetzen wollen die Clubleiter die jährlichen Seniorentreffen am Schießlweiher, auch wenn Heidingsfelder bedauerte, dass manche Clubs heuer nur schlecht vertreten gewesen seien. Jedes Mal voll ausgebucht seien dagegen die von ihm angebotenen Fahrten, zog er für das vergangene Jahr Bilanz. Die Haushaltsmittel für Zuschüsse an Seniorenclubs sind bereits in den städtischen Etat eingestellt, berichtete Grundler. Er erinnerte an die Abgabefrist 30. September. "Viele haben ihren Antrag noch nicht abgegeben."

Auf ihren Vortrag über das Seniorenpolitische Gesamtkonzept am 11. Oktober verwies Sabine Frischholz, Leiterin der Seniorenfachstelle der Stadt. Beginn ist um 15 Uhr im Maria-Seltmann-Haus. "Das erste Treffen der Arbeitsgruppe, die mit der Umsetzung des Konzepts beauftragt ist, findet erst morgen statt." 14 Bürger - unter anderem Vertreter von Wohlfahrtsverbänden - seien dazu eingeladen. "Gemeinsam werden wir das weitere Vorgehen planen. Ich bin selbst gespannt, welche ersten Schritte wir umsetzen können." Einige der im Konzept enthaltenen Vorschläge seien bereits realisiert, zum Beispiel im Bereich der Ambulanten Palliativ- und Hospizversorgung. Heidingsfelder meinte angesichts der Weidener Altenheime, Sozialstationen und des Seniorenzentrums: "Weiden steht gut da."

"Genussvoll im Leben"


Für den Aktionstag "Genussvoll mitten im Leben", bei dem sich am 4. Oktober ab 14 Uhr im Seltmann-Haus alles um Bewegung und Ernährung für die ältere Generation dreht, warb Diplom-Ökotrophologin Maria Müller. "Keine Bange. Essen soll Ihnen auch weiterhin Freude machen", versprach die Fachfrau des Landwirtschaftsamtes.

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Das Seniorenpolitische Gesamtkonzept findet sich im Internet unter:

www.weiden.de/wen/aktuelles/pflege.pdf

Weiden steht gut da.Alfons Heidingsfelder, Seniorenbeauftragter
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