Gewerkschaft hofft auf Erhalt

Die geplante Neustrukturierung bereitet den Zollbeamten zwar Magenschmerzen. Die Freude über die Auszeichnung treuer Mitglieder ließen sie sich aber trotzdem nicht nehmen. Bezirksvorsitzender Peter Krieger nahm die Auszeichnungen in der Jahreshauptversammlung vor. Bild: hfz

Die vom Hauptzollamt Regensburg vorgeschlagene Auflösung der Zollämter in Weiden und Waidhaus war auch Thema in der Jahreshauptversammlung der örtlichen Zoll- und Finanzgewerkschaft. Die Gewerkschaft gibt bisher die Hoffnung nicht auf.

Rund 30 Teilnehmer hatten sich zu der Jahreshauptversammlung der Zoll- und Finanzgewerkschaft (BDZ), Ortsverband Weiden, im DJK-Sportheim eingefunden. Vorsitzender Thomas Wachsmann erläuterte detailliert, wie sich die Situation mit der Auflösung der beiden Zollämter darstellt (siehe auch Bericht auf Seite 21). Vor allem die neue Wunderwaffe, die sogenannte "mobile Abfertigung", sei aufgrund des hohen Alters der Kollegen nicht zweckmäßig, kritisierte er.

Neue Bundesoberbehörde

Auch der Vorsitzende des örtlichen Personalrates beim HZA Regensburg, Bernhard Biersack, wandte sich vehement gegen eine Schließung der vier Zollämter Weiden, Waidhaus, Marktredwitz und Furth im Wald im Zuge der geplanten Neustrukturierung. Da letztlich keine stichhaltigen Gründe für eine Schließung der Zollämter in Weiden und Waidhaus vorlägen, hoffe der BDZ-Ortsverband Weiden, mit Hilfe aller Vertreter des Personalrates bis hin zum Bundesvorsitzenden und der beiden regionalen Bundestagsabgeordneten die Ämter erhalten zu können.

Thomas Wachsmann referierte über die neue Bundesoberbehörde "Generalzolldirektion": Die bisherigen Mittelbehörden werden in dieser neuen Bundesoberbehörde aufgehen. Das freigesetzte Personal solle unter Wahrung der hohen Sozialstandards weiter verwendet werden. Die insgesamt vier Dienstsitze von Mittelbehörden in Weiden mit 270 Bediensteten sollen in der neuen Zentralabteilung der Generalzolldirektion verortet werden: Bundeskasse Halle/Saale mit Dienstsitz Weiden, Kassenprüfung, Sicherheitsrisikoanalyse des Zollkriminalamts und die ATLAS-Zertifizierung. Die nächsten Brennpunkte des BDZ zeigte der Vorsitzende des Bezirksverbandes, Peter Krieger, auf. Seite an Seite mit dem DBB-Beamtenbund wolle man sich dafür einsetzen, dass für die Bundesbeamten die Wochenarbeitszeit von 41 auf 39 Stunden reduziert werde. Die Mehrarbeitszeit sei der schlechten Haushaltslage des Bundes geschuldet gewesen. Da keine neuen Schulden mehr aufgenommen würden, sei diese Grundlage überholt. Die Bundesbeamten hätten ihren Beitrag zur Haushaltssanierung geleistet.

Für Rente mit 63

Die Rente mit 63 und die Mütterrente seien Themen in der Jahreshauptversammlung des DBB in Köln. Zurzeit vertrete Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Auffassung, dass diese Gesetze nicht für Bundesbeamte angewandt werden sollen. Die Gewerkschaften werden sich dies nicht gefallen lassen.

Bezirksvorsitzender Peter Krieger nahm die Auszeichnung langjähriger Mitglieder vor. Für 60 Jahre zeichnete er Karl-Heinz Reichert aus. Für 50 Jahre: Franz Stangl und Heinz Spachtholz. Für 40 Jahre: Rudolf Ertl, Gerhard Melzner, Konrad Spiegler, Manfred Summa, Richard Jechura und Alfons Thoma. Für 30 Jahre: Norbert Puff und Markus Reinl. Für 25 Jahre:Wolfgang Lochnera.
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