Gewerkschaft im Beamtenbund tritt bei Personalratswahl mit einger Liste an
Komba kritisiert "Funktionärssturheit"

Die Kandidatenliste der Gewerkschaft Komba für die Personalratswahlen bei der Stadtverwaltung steht. Bei einer Informationsveranstaltung wurden die Kandidaten vorgestellt und die Liste genehmigt. Bild: Kunz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
11.04.2016
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Die Komba-Gewerkschaft im Kreisverband Weiden hat sich für die Personalratswahlen im Rathaus positioniert. In einer Informationsveranstaltung beim "Iblacker" präsentierten sich jetzt die Kandidaten. Die Vorschlagsliste wurde genehmigt. Eine genaue Rangfolge soll in Kürze per Flyer an die Beschäftigten verteilt werden.

Listenwahl wegen Verdi


Kreisvorsitzender Alfons Ernstberger hofft auf ein erfolgreiches Komba-Ergebnis bei den Wahlen. Die Veranstaltung sei notwendig geworden, weil Verdi sich entschieden habe, eine Listenwahl durchzuführen. Deshalb sei die Komba jetzt gezwungen gewesen, ihre Kandidaten ebenfalls aufzulisten.

Hauptaugenmerk wurde aber auf Tarifrunde gelegt. Erwartungsgemäß sei in der ersten Runde nichts passiert, machte Ernstberger deutlich. "Wieder eine Chance, die die Arbeitgeber nicht genutzt haben, um zügig zu verhandeln." In den kommenden beiden Runden sei damit zu rechnen, dass es eine heiße Diskussion über die Zusatzversorgung geben werde. "Hier ist unser Standpunkt ganz klar: Keine Leistungseinschränkungen." Sonst drohe ein massiver Tarifkonflikt. Auch sehe es so aus, als ob es gelingen könne, die Entgeltordnung zumindest in einem Eckpunktepapier zu verabschieden, betonte Ernstberger. Das müsse allerdings erst noch vom Lenkungskreis fertiggestellt werden. "Wunder darf man keine erwarten." Die nächste Verhandlungsrunde finde am 11. Und 12. April statt. Die "vorerst" letzte Runde dann zwei Wochen später. An Arbeitskampfmaßnahmen seien momentan Mahnwachen der Beamtenbundjugend und Warnstreikaktionen in München und Nürnberg geplant. Gefordert würden sechs Prozent mehr Lohn.

Man arbeite konzentriert auf ein Ergebnis hin. Schließlich gehe es um eine komplexes Gesamtpaket. Die Leistungsorientierte Bezahlung sei bisher von den Arbeitgebern nicht angesprochen worden. Es bleibe bei den derzeit vermutlich zwei Prozent. Er biete aber an, sagte Ernstberger, dass Komba einen Brief an den Personalrat und den Oberbürgermeister schreibe, um eine Änderung anzumahnen. Tenor: "40 bis 50 Prozent Gießkanne und der Rest nach Punkten." Dem verstorbenen Komba-Mitglied Christian Winter wurde mit einer Gedenkminute gedacht.

Persönlichkeit ist wichtig


Harald Wolfrath erläuterte nochmals den Ablauf der Personalratswahlen. Viele Beschäftigte seien enttäuscht, dass die Gewerkschaft Verdi auf einer Listenwahl bestehe, meinte er. Bei der Wahl der Personalvertretung solle die Persönlichkeit der Kandidaten und Kandidatinnen im Vordergrund stehen und nicht die Gewerkschaftszugehörigkeit.

Die Komba habe nun keine andere Wahl, als mit einer eigenen Liste anzutreten. Um ein Zeichen gegen die "Funktionärssturheit" zu setzen, habe die Komba aber entschieden, auch gewerkschaftsunabhängige Bewerber auf ihre Liste zu setzen.
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