Greenpeace lädt mit Harfenklängen zur TTIP-Lektüre
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Einen Campingbus verwandelte die Greenpeace-Gruppe um Ali Zant (Vierter von links) in einen öffentlichen TTIP-Leseraum. Harfenklänge sollten die Lektüre dabei erträglicher machen. Bild: Kunz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
16.05.2016
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Am Samstagvormittag wurde vor dem Alten Rathaus nicht Protest getrommelt, sondern himmlisch Harfe gespielt. Greenpeace Weiden hatte am Oberen Markt einen öffentlichen TTIP-Leseraum eingerichtet. Die Umweltaktivisten hatten zuvor geheime Verhandlungstexte ausgelegt. Ganz nach dem Motto: "Demokratie braucht Transparenz".

Greenpeace Niederlande hatte eine Woche zuvor knapp 250 Seiten des Handelsabkommens zwischen der EU und den USA veröffentlicht. Für ein besseres Verständnis der englischsprachigen Texte stand Sonja Piehler zur Verfügung. Zudem gab es Lesehilfen und Hintergrundmaterial.

Die von Greenpeace veröffentlichten 13 Kapitel des Verhandlungstextes stellten etwa die Hälfte des gesamten Abkommens dar, hieß es. Bislang dürfe der Text nur von Parlamentariern und anderen ausgewählten Personen für maximal zwei Stunden unter Aufsicht in einem Leseraum eingesehen werden. Es dürften keine Kopien angefertigt werden, und es bestehe Schweigepflicht, berichtet Greenpeace. Es sei das erste Mal, dass große Teile der bislang geheimen US-amerikanischen TTIP-Positionen öffentlich gemacht worden seien.

Die Greenpeace-Aktivisten fordern von der Bundesregierung, die TTIP-Verhandlungen abzubrechen. Deshalb warb man auch für das Volksbegehren am 16. Juli: Bayern habe die Chance, die Verhandlungen zu stoppen.
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Ali Zant aus Weiden in der Oberpfalz | 17.05.2016 | 08:59  
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