Grenadiere rücken ein

Ein stetes Kommen und Gehen und dennoch Zeit für ein kurzes Gespräch: Kasernenkommandant und stellvertretender Bataillonskommandeur Major Eric Schröter hat derzeit alle Hände voll zu tun, 225 Panzergrenadiere ziehen in die Ostmark-Kaserne ein. Zugleich rückt die dritte Batterie des Artilleriebataillons 131 mit Bataillonskommandeur Oberstleutnant Wolfgang Schmidt an der Spitze zum Auslandseinsatz in den Kosovo ab. Diese 180 Artilleristen kommen erst im Mai zurück. Bild: Wieder
Politik
Weiden in der Oberpfalz
21.02.2015
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Die Grenadiere besetzen die Gebäude. Das klingt martialisch. Aber das geht in der Ostmark-Kaserne ganz friedlich über die Bühne: Die Ausbildungsunterstützungskompanie des Panzergrenadierbataillons 122 ist die jüngste Einheit am Artillerie-Standort.

Am Freitag sah sich Major Eric Schröter, der stellvertretende Kommandeur des Artilleriebataillon 131, bei den neuen Kameraden um. In seiner Eigenschaft als Kasernenkommandant bot er seine Hilfe beim weiteren "Einrichten" im Funktionsgebäude an. Hier funktionieren die Computer bereits. Die Groß-Kompanie kann die Arbeit aufnehmen. In ihr läuft die allgemeine Grundausbildung der Soldaten für die künftigen "Bedarfsträger", etwa für die Sicherungszüge des Gefechtsstandes des Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach. Mit den Grenadieren, immerhin rund 225 Soldaten, füllen sich die Unterkünfte in der Ostmark-Kaserne.

Das Artilleriebataillon selbst zählt zwar 726 Dienstposten. Derzeit sind aber nur 657 Stellen besetzt. Das Offizier-Korps ist zu 80 Prozent vorhanden. Im Schnitt würden künftig wohl 700 Posten besetzt werden können, hofft Schröter, der dabei verstärkt auf Freiwillige aus der Region setzt. "Die Nachfrage ist gut. Wir gelten als attraktiver Arbeitgeber." Zugleich betont Schröter, dass sich die Soldaten in Weiden "sehr wohl" fühlten. "Wir merken und spüren es überall: Wir sind hier willkommen."

Wieder Tag der offenen Tür

Dazu gehöre auch, dass sich die Umlandgemeinden um Patenschaften mit den "Batterien" bewerben. Die bereits vom Weidener Stadtrat beschlossene Patenschaft mit dem Artilleriebataillon 131 solle möglichst schnell mit Leben erfüllt werden. Schröter deutet auch an, dass es wieder einen Tag der offenen Tür in der Ostmark-Kaserne geben soll, zu dem früher Tausende von Gästen kamen. Allerdings brauche dies noch etwas Geduld: "In diesem Jahr laufen noch Restarbeiten. Wir sind noch am Einrichten. Außerdem stecken wir mitten in der Ausbildung, fahren im Frühjahr und Herbst zum Schießen auf den Truppenübungsplatz."
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