Großes Anliegen der CSU Weiden: Werbung für Gewerbegebiet Weiden West-IV
Weiden-West IV unterschätzt

Das neue Gewerbegebiet Weiden-West IV, die Sanierung der Allee-Tiefgarage sowie die Stadtgalerie standen bei der Auftaktversammlung der Veranstaltungsreihe "Politischer Herbst" der Weidener CSU im Mittelpunkt. Bild: Kunz

Die CSU eröffnet den Politischen Herbst. Ein großes Anliegen ist den Christsozialen die Werbung für das Gewerbegebiet Weiden West-IV. "Fakt ist, dass wir im Weidener Stadtgebiet keine großen Gewerbeflächen mehr haben, auf denen wir Industriebetriebe ansiedeln könnten", sagte Stadtrat Markus Bäumler.

"Ein Industriebetrieb benötigt nun mal 20 bis 30 Hektar", betonte Bäumler. Natürlich habe die Stadt auch Alternativen prüfen lassen. Allerdings sei die Ausweisung von Gewerbegebieten in Rothenstadt oder Latsch allein schon an den schwierigen Besitzverhältnissen gescheitert.

Nichts entlang der Autobahn

Auch das von Finanzminister Markus Söder aufgelegt Programm, Gewerbegebiete entlang den Autobahnen auszuweisen, sei in Weiden wegen der nahen Wohnbebauung und den Naturschutzgebiete entlang der Autobahn nicht durchführbar. Durch den Tausch von gemeindefreien Flächen zwischen Weiden und Parkstein, sei man jetzt in der Lage hier ein Gebiet auszuweisen. Allerdings stehen hier noch Verhandlungen mit den Bayerischen Staatsforsten an.

Die Vorplanungen von seiten der Stadt seien abgeschlossen. Das artenschutzrechtliche Gutachten liege dem Stadtrat vor. "Grundsätzlich achtet die Stadt darauf, dass sämtliche Belange von allen Betroffenen und Interessierten mit einbezogen werden." Würde man das nicht tun, wäre ein Projekt wie dieses von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

Deshalb sei ja auch das Ratsbegehren am 9. November vorgesehen. "Wenigstens 20 Prozent der Wahlberechtigten müssen zur Wahl gehen." Die einfache Mehrheit entscheide. "Insbesondere möchten wir auf die Möglichkeit einer Briefwahl hinweisen."

CSU-Kreischef Stephan Gollwitzer berichtete von seinen Sorgen: "Wir haben das Gefühl, dass die Bürger immer noch zu wenig informiert sind. Deshalb wollen wir in den kommenden Wochen verstärkt auf das Ratsbegehren hinweisen."

Allee-Tiefgarage verkauft

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Allee-Tiefgarage. Seit Mitte 2013 ist das Obergeschoss geschlossen, betonte Gollwitzer. "Das Gutachten weist einen nötigen Sanierungsaufwand von 4,5 bis 5,5 Millionen Euro aus." Dieser Betrag wäre natürlich aus dem städtischen Haushalt heraus nicht zu stemmen gewesen. Deshalb hätten die Stadträte den Verkauf an die WGS erwogen.

"2016 werden noch die beiden Parkhäuser in der Friedrich-Ebert-Straße und in den Naabwiesen an die WGS veräußert." Mit dem Verkauf der beiden Parkdecks wolle die Stadt der WGS ermöglichen, die horrenden Sanierungskosten für die Tiefgarage durch diese zusätzliche Bewirtschaftungserlöse zu minimieren, erklärte Bäumler. Im Januar 2015 werde die Allee-Tiefgarage von der WGS übernommen. "Wir hoffen, schon bis Juli 2015 wenigstens eine Teilfertigstellung zu schaffen. Das große Ziel ist dann die Wiedereröffnung der ganzen Allee-Tiefgarage im Dezember 2015. Allein schon wegen den positiven Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft."

Abriss-Ausverkauf

In Sache Stadtgalerie hätten die vorbereitenden Maßnahmen für den Abriss in der Ringstraße schon begonnen. "Bau- und Planungsausschuss haben den Bebauungsplan behandelt." Das Hertie-Gebäude werde im Oktober beseitigt. "Der Abriss-Ausverkauf der letzten, im Gebäude verbliebenen Geschäfte hat begonnen." Fontara werde das Projekt im November vorstellen. Ende 2016 sei die Fertigstellung geplant.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.