Grundschulen nicht gefährdet
Sprengel-Änderungen nicht mehr möglich

Symbolbild: dpa
Politik
Weiden in der Oberpfalz
11.04.2016
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Leere in den Grundschulen. Standorte geraten in Gefahr. Eltern kämpfen. Sprengel werden geändert. Das war 2015. Jetzt, 2016, ist schon wieder alles anders.

In der nächsten Sitzung am Mittwoch, 13. April, wird sich der Schulbeirat um 14.30 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Neuen Rathaus mit der aktuellen Situation im Grundschulbereich befassen. Voraussichtlich wird er dem Stadtrat empfehlen, die erst im Herbst vergangenen Jahres gefassten Beschlüsse wieder aufzuheben.

So sollten die nicht unmittelbar in Rothenstadt wohnhaften Schulkinder, wie zum Beispiel aus dem südlichen Bereich des Wohngebiets Krumme Äcker oder aus den Naabwiesen, durch eine Sprengeländerung auf die Albert-Schweitzer-, die Gerhardinger- und die Clausnitzerschule umverteilt werden.

Damit wollte man Beförderungskosten einsparen, die fußläufige Erreichbarkeit verbessern und die genannten Schulen besser auslasten.

Offene Ganztagsschule


Jetzt heißt es "Kommando zurück". Zur Begründung verweist die Verwaltung in ihrem Sachstandsbericht auf zwei Entwicklungen. So führt der Freistaat derzeit die offene Ganztagsschule an Grundschulen ein. Bei diesem pädagogischen Konzept werden Schulkinder auch nach Unterrichtsende in schulischer Verantwortung pädagogisch betreut und versorgt, zum Beispiel mit Mittagessen. Wie die Verwaltung mitteilte, wollen sich einige Weidener Schulen für die offene Ganztagsschule bewerben. Dafür aber werden zusätzliche Räumlichkeiten benötigt, die bisher eher als entbehrlich beurteilt wurden. Für den Fall, dass jeder Schule eine Bewerbung ermöglicht wird, gibt es derzeit unterm Strich sogar zu wenig Räumlichkeiten an den verschiedenen Standorten.

Neue Raumbedürfnisse entstehen auch durch die anhaltende Flüchtlingszuwanderung. Der Großteil der in Weiden aufgenommenen Familien wohnt mit ihren Kindern im Camp Pitman.

Teilweise überbelegt


Dort gehören sie zum Sprengel der Albert-Schweitzer- und auch der Pestalozzischule. Deren Raumkapazitäten, so die Verwaltung, seien restlos ausgelastet und teilweise sogar überbelegt. Damit ist ausgeschlossen, dass die Schweitzer-Schule noch Kinder aus der Rothenstädter Hans-Sauer-Schule aufnehmen könnte.
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