Haltung bewahren
SPD nominiert Uli Grötsch und Sabine Zeidler

97 Prozent für den Direktkandidaten Uli Grötsch (rechts, zwei Enthaltungen), gar 98,5 für Listenkandidatin Sabine Zeidler (Zweite von rechts, eine Enthaltung): Die Gratulation von Landtagsabgeordneter Annette Karl (Zweite von links) und Bezirksgeschäftsführerin Gisela Birner fiel entsprechend herzlich aus. Bild: Wilck
Politik
Weiden in der Oberpfalz
26.09.2016
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Die SPD-Bundeswahlkreiskonferenz hat erneut den Waidhauser Uli Grötsch (41) zum Direktkandidaten für den Bundestag gewählt. Zur Listenkandidatin bestimmte der Unterbezirk Weiden-Neustadt-Tirschenreuth die Weidener Stadträtin Sabine Zeidler (46).

Allen Rednern war an Aufbruchsstimmung gelegen, trotz der "tektonischen Verschiebungen" im Wahlverhalten. Bezirksvorsitzender Franz Schindler: "Es steht uns nicht an, die Flinte ins Korn zu werfen." Selbst als Juniorpartner der großen Koalition habe die SPD ihre Kernziele für mehr soziale Gerechtigkeit verwirklicht: "Ohne uns kein Mindestlohn, keine Eindämmung der Leiharbeit, keine Verstärkung des sozialen Wohnungsbaus, weniger Geld für Kommunen."

Grötsch fordert weiterhin Haltung in der Asylfrage: "Ich glaube gar nicht, dass die Menschen, die den rechten Demagogen auf die Schaufel springen, wirklich Angst vor Veränderungen haben." Die Verunsicherung rühre vielmehr aus der "Geschwindigkeit, in der sich unser Land verändert". Grötsch: "Schickt sie zu mir."

Das Fischen der CSU am rechten Rand verurteilte der Weidener Oberbürgermeister Kurt Seggewiß: "Sollen sie mal so weitermachen, die Schwarzen. Das macht nur die AfD stark." Als regionale Anliegen nannte Grötsch einen wirksamen Lärmschutz am geplanten Güterkorridor der Bahn durch die Oberpfalz. Weiterhin forderte er solide Arbeitsplätze am Truppenübungsplatz Grafenwöhr im Gegenzug zum Manöverlärm.
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