Höchste Zeit zum Umplanen
"Externe" sollen sich um Jugendhilfeplanung kümmern

Die Stadt will eine neue Jugendhilfeplanung. Doch es findet sich partout kein Planer. Im Jugendhilfeausschuss deutet sich nun eine Lösung an.

Gnadenlos veraltet ist der "aktuelle" Jugendhilfeplan: Zuletzt gab es vor mehr als zehn Jahren Bestandsaufnahmen und Zielsetzungen in Sachen Jugendarbeit in der Stadt. Eine neue Version mahnte zuletzt der Stadtjugendring an. "Damit rennen Sie bei mir offene Türen ein", versicherte Jugendamtsleiterin Bärbel Otto nun im Jugendhilfeausschuss. Seit langem schreibe die Stadt immer wieder eine Halbtagsstelle "Jugendhilfeplanung und -controlling" aus. "Aber es ist schwierig, überhaupt Bewerbungen zu kriegen." Der Stellenumfang sei ihr persönlich auch zu wenig: "In der Zeit kann man nicht viel machen."

Josef Gebhardt (SPD) riet, die Realität anzuerkennen: "Man findet niemanden." Deshalb müsse die Stadt jetzt Angebote von externen Dienstleistern einholen - "sonst wird's auf den Nimmerleinstag verschoben". "Beim Seniorenpolitischen Gesamtkonzept hatten wir doch auch externe Berater", pflichtete ihm Reinhold Wildenauer (Bürgerliste) bei.

Bärbel Otto verwies darauf, dass sie auch beim Konzept zur Kindertagesbetreuung gerne außerhäusige Experten eingeschaltet hätte. Die Politiker hätten das jedoch abgelehnt. Hier liege der Fall anders, meinte Bürgermeister Lothar Höher. Nach dem einstimmigen Beschluss des Ausschusses soll die Verwaltung nun prüfen, ob externe Fachleute die Aufgabe übernehmen könnten und wie viel das kosten würde. Erste Skepsis wurde aber auch schon laut: Externe müssten sich mit den Verhältnissen in Weiden ja erstmal vertraut machen, hieß es. Und auch dann braucht gut Ding Weile. Bis zum fertigen Jugendhilfeplan "wird es dauern", vermutete Steffi Sperrer (CSU). Sie rechne mit zwei Jahren. Die Jugendamtschefin dementierte nicht.
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