IS-Extremisten lassen in Syrien 19 christliche Geiseln ziehen - Aus weiteren Dörfern fliehen ...
Erste Assyrer in Syrien in Freiheit

Helfer empfangen im kurdischen Qamishli die christlichen Flüchtlinge aus den Dörfern entlang des Flusses Khabur. Bild: privat
Nach der Entführung von bis zu 330 assyrischen und chaldäischen Christen im Nordosten von Syrien hat die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) am Sonntag 17 Männer und zwei Frauen, freigelassen, berichtete die assyrische Kirche in Hassake am Sonntag. Ein islamisches Gericht der Extremisten in der Stadt Sheddadi hatte dies angeordnet. An dieses hatte sich die Kirche gewandt, um die Freilassung zu erreichen. Zudem gehen die Verhandlungen über die Freilassung der restlichen Geiseln weiter. Sunnitische Stammesführer, die sich IS angeschlossen haben, vermitteln.

IS-Kämpfer hatten Anfang vergangener Woche christliche Dörfer westlich des Flusses Khabur überrannt. Dabei wurden nach Berichten assyrischer Geistlicher mehr als 330 Christen - Männer, Frauen und Kinder - sowie auch christliche Kämpfer entführt. 15 junge Männer waren getötet worden. Ein Vordringen auf die östliche Seite des Flusses wurde auch verhindert, weil dieser derzeit Hochwasser führt. Der Fluss fließt von der Türkei über das kurdische Hassake Richtung Euphrat. Inzwischen wird das östliche Ufer von kurdischen und assyrischen Kämpfern bewacht. Am Freitag und Samstag flog die US-Luftwaffe Angriffe auf IS-Stellungen.

Zum Wochenende hin wurde aus Furcht vor dem IS auch christliche Dörfer auf dem Nordufer des Khabur evakuiert. Die Menschen flüchteten nach Hassake oder Qamishli, wo sie von den örtlichen Kirchengemeinden aufgenommen wurden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.