Jahreshauptversammlung der CSU-Rehbühl: Anliegerkosten sorgen für Unsicherheit bei den Bürgern
Fragezeichen bei Prößlstraße

Stephan Gollwitzer (stehend, Sechster von links) wurde als Ortsvorsitzender der CSU Rehbühl bestätigt, ebenso wie viele weitere Vorstandsmitglieder. Nicht mehr im Gremium vertreten sind Jeany Kudera, Engelbert Schedl, Herwig Lachhammer und Christian Gollwitzer. Bild: Kunz

Der Ausbau der Prößlstraße und die damit verbundenen Anliegerkosten sorgen für Unsicherheit bei den Bürgern. Die CSU-Rehbühl versuchte in der Jahreshauptversammlung etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Weiden. (uz) Leider herrsche die allgemeine Meinung, die CSU-Ortsbesichtigung im letzten Herbst habe schlafende Hunde geweckt, bedauerte Ortsvorsitzender Stephan Gollwitzer. Der Beschluss, die Straße auszubauen, sei jedoch schon 2007 im Bauamt-Planungsausschuss gefallen.

2007 Kanal erneuert

Der Finanzausschuss habe dem aber nicht zugestimmt, weil es keine Haushaltsmittel gegeben habe. "2007 wurde der Kanal erneuert. Die Decke wurde provisorisch geschlossen, weil man damals davon ausgegangen ist, dass der Finanzausschuss zustimmen würde." Die Prößlstraße habe weiterhin auf der Liste der Bauvorhaben gestanden, habe aber wegen Geldmangels nicht umgesetzt werden können. Jetzt sei erneut abgestimmt worden. "Und da möchte ich unterstreichen, dass wir drei CSU-Stadträte gegen diesen Ausbau gestimmt haben. Wir haben uns vehement dagegen gewehrt. Aber die Kollegen von der SPD und anderen Gruppierungen wollten dies."

"Ich würde mich freuen, wenn nicht wir das Ganze abkriegen würden, sondern wenn diejenigen den Bürgern im Stadtteil Rede und Antwort stehen, die dafür gestimmt haben", sagte Gollwitzer. Momentaner Sachstand: Das Tiefbauamt habe das Planungsbüro König mit einer Ausführungsplanung beauftragt. Die Ausschreibungen würden folgen. "Am 26. März kommt das Thema noch einmal in den Bauausschuss. Dann geht's um die Umlegung und die Abrechnung." Bis dato sei ein erster Abschnitt geplant von der Christian-Seltmann- zur Fichtestraße. Abschnitt Nummer zwei wäre dann Fichte- bis Mooslohstraße.

Die Vorgabe des kommunalen Prüfungsverbandes: "Wenn ihr nicht die ernsthafte Absicht habt, in einem Zeitraum von fünf bis acht Jahren wirklich alle Abschnitte zu machen, dann müsst ihr auf alle umlegen. Egal, ob direkt vor der Haustüre gebaut wird oder nicht." Deshalb der Vorschlag der Verwaltung: "Der südliche Teil wird gebaut und der nördliche muss mit bezahlen. Sollte in 15 Jahren der nördliche Teil gebaut werden, müssten auch die anderen wieder löhnen."

Fraktionschef Wolfgang Pausch: "Das kann man doch keinem erklären. Dass einer bezahlen soll, ohne dass er eine Verbesserung oder Veränderung vor der Haustüre findet. Dieser Überprüfungsprozess läuft derzeit." Sollte es keine Übereinkunft geben, "müssen wir den ersten Bauabschnitt einfach auch aufschieben".

Gollwitzer bestätigt

Das Ergebnis der Wahlen: Vorsitzender Stephan Gollwitzer, Stellvertreter Vanessa Vogel und Gerd Demleitner, Schatzmeister Marcus Hayo, Schriftführer Joachim Strehl, Beisitzer Peter Angerer, Rosi Baumann, Margit Demleitner, Engelbert Schedl und Dagmar Schröpf. Revisoren Karl Brandl und Gerd Hofmann. Delegierte zur Kreisversammlung Gerd Hofmann, Gerd Demleitner, Adolf Baumann, Herwig Lachhammer, Joachim Strehl, Stephan Gollwitzer, Engelbert Schedl und Rosi Baumann. Gollwitzer dankte den scheidenden Vorstandsmitgliedern Jeany Kudera, Engelbert Schedl, Herwig Lachhammer und Christian Gollwitzer.

Die CSU-Rehbühl wird sich wohl für die Zukunft ein neues Domizil suchen müssen. Jahrzehntelang tagte sie im "Heimgarten". Nun habe ihm der derzeitige Wirt aber deutlich gemacht, "dass wir für ihn nicht interessant genug sind", erklärte Stephan Gollwitzer.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.