Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Rothenstadt-Konradshöhe
Geschicktes Strippenziehen

Anfangs wollte SPD-Stadträtin Gabi Laurich "kein Wort über den politischen Gegner" verlieren. Doch dann konnte sie sich einige "Spitzen" doch nicht verkneifen. Dass sich die "andere große Partei" im Stadtrat gerne mit den Erfolgen der Genossen schmücke, wurmte zu sehr.

Besuche heimischer Firmen, Ortsbegehungen, Info-Stände und der Einsatz für den Lärmschutz an der Autobahn standen auf der Agenda der letzten zwölf Monate, berichtete Laurich bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Rothenstadt-Konradshöhe. Bei einem Besuch in Neubau habe sich gezeigt, dass der Einsatz erfolgreich gewesen sei. Trotzdem werde man sich weiter einsetzen, insbesondere für eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich Ullersricht-Neubau-Rothenstadt, kündigte die Vorsitzende des Ortsvereins an. Künftig werde man wieder Infostände anbieten, Firmen besuchen und ein Augenmerk auf Mitgliederwerbung richten. Am 20. September werden mit dem Ortsverein Lerchenfeld langjährige Mitglieder geehrt.

Hinter den Kulissen

Die Erfolge der SPD listete Stadtratsfraktionschef Roland Richter unter dem Stichwort "ein Jahr nach der Kommunalwahl" auf. Das Ergebnis des Kampfes um Lärmschutz sei jetzt zu sehen. "Hartnäckiges Nachbohren und geschicktes Strippenziehen hinter den Kulissen" haben zum Erfolg bei der Breitbandversorgung geführt. Trotz Fertigstellung der FOS/BOS, einer energetischen Sanierung des Augustinus-Gymnasiums und der Dachsanierung am "Kepler" habe man den Haushalt "einigermaßen im Griff". Und der Kampf um die vierte Stelle für das Schülercafé "Scout" sei nur dem Neid um den Erfolg der SPD entsprungen, weil dieses einst ein SPD-Projekt war. Auch der Umbau im Herzen der Stadt durch "Fondara" sei nur OB Seggewiß und seiner Partei zu verdanken, sagte Richter.

MdB Uli Grötsch lobte die sozialdemokratische Kommunalpolitik in Weiden. Entgegen landläufiger Meinung könnten Sozialdemokraten doch mit Geld umgehen, stellte er fest. Hart griff der Bundestagsabgeordnete die "Verhinderer, Bedenkenträger und Gegen-Alles-Seienden" an. Aus der Bundespolitik berichtete Grötsch, dass "80 Prozent der SPD-Ziele im Koalitionsvertrag abgearbeitet" seien. Der Mindestlohn habe für zahlreiche Arbeitnehmer eine spürbare Verbesserung gebracht. Doch 8,50 Euro seien "noch nicht das letzte Wort". In der kommenden Zeit gehe es um die Themen "Werkverträge", "Zeitarbeit", "Entgeltgleichheit" und "Vorratsdatenspeicherung". Die Themen "Flüchtlinge" und "Asyl" seien eine Aufagabe für ganz Europa.

Schwergewicht

Stadtverbandsvorsitzender Norbert Freundorfer wies auf den SPD-Bezirksparteitag am 27./28. Juni in Hirschaid hin. Mit 3500 Mitgliedern sei der Unterbezirk Weiden/Neustadt/Tirschenreuth ein "politisches Schwergewicht", das so viele Mitglieder repräsentiere wie ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Dann ging es um Lärmschutz bei steigendem Güterverkehr nach der Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg. Der frühere Stadtrat Sepp Melch fragte, warum externe Berater bei der Erstellung des Flächennutzungsplans nötig seien.
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