Jugendamt und Stadtjugendring
Alle brauchen mehr Geld

Nächste Woche berät der Finanzausschuss den Haushaltsplan 2017. Dabei stehen auch die Anforderungen des Jugendamts zur Diskussion. Die dürften um fast zwei Millionen höher ausfallen als 2015, rechnet Bärbel Otto.

Die Jugendamtsleiterin bezifferte den Zuschussbedarf im nächsten Jahr auf rund 10.4 Millionen Euro, 2015 waren es 8,5 Millionen Euro. Schon heuer dürfte das Minus allerdings bei 10,5 Millionen liegen.

Dass es im nächsten Jahr ein ganz kleines bisschen niedriger ausfällt, liegt wohl an der Vorgabe an die Dezernenten, möglichst fünf Prozent der Mittel einzusparen. "Das trifft vor allem diejenigen, die einen Zuschuss wollen, ohne dass es dafür eine gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung gibt", erklärte Otto im Ausschuss für Jugendhilfe. Erhöhungen, mit denen immer zu rechnen sei, beträfen zu 80 Prozent die Personalkosten. Daneben gibt es aber noch viele Bereiche, in denen die Jugendhilfe zur Finanzierung verpflichtet ist.

Am stärksten zu Buche schlagen die Kosten für die Kindertagesbetreuung. Allein in diesem Bereich dürfte die Stadt rund 4 Millionen Euro zuschießen müssen. Die Ausgaben belaufen sich auf 8,7 Millionen. Die Kosten für Heimerziehung würden zwar weiterhin sinken, dafür sei mit höheren Ausgaben bei den ambulanten Hilfen zu rechnen.

Deutlich mehr Geld müsse die Stadt angesichts der Inklusionsbestimmungen auch auf dem Sektor Schulbegleitung ausgeben. Kinder mit seelischen, körperlichen oder geistigen Behinderungen haben Anspruch auf eine Begleitperson im Unterricht. Die Kosten hierfür dürften von 260 000 (2016) auf 427 500 im Jahr 2017 steigen.

Vier Kräfte kosten mehr


Die Mittelanforderungen des Jugendamts für 2017 wurden einstimmig befürwortet. Nichts auszusetzen fand der Jugendhilfeausschuss auch an dem Haushaltsplan 2017 des Stadtjugendrings, vorgestellt von Vorstandsmitglied Florian Vogel und Vorsitzendem Tobias Reichelt. Der Etat-Entwurf sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 433 000 Euro vor. Die Kostensteigerung um rund 40 000 Euro im Vergleich zu 2016 sei vor allem darauf zurückzuführen, dass das Jugendzentrum dann wieder mit vier Fachkräften besetzt sei, erklärte Vogel. Die stemmen neben dem täglichen Angebot im Jugendzentrum unter anderem das Nachwuchsfestival "Weiden tobt", Theaterprojekte, das Kinderbürgerfest und vieles mehr.
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