Kiloweise Crystal Meth und Marihuana aufgespürt – 160 Schmuggler sind verurteilt
Kripo des Zolls jagt Profi-Dealer

Über die Fahndungserfolge freuen sich (von links) Dienststellenleiterin Christine Seibert, Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht, Amtsleiter Siegfried Klöble und Jürgen Thiel, Sachgebietsleiter Rauschgift. Bild: Wieder
Politik
Weiden in der Oberpfalz
17.11.2016
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Diese Zahlen sprechen für sich: 75 Kilo Marihuana haben die Mitarbeiter von Christine Seibert in diesem Jahr bereits sichergestellt. Die Leiterin des Zollfahndungsamtes Weiden konnte zudem ihrem Sachgebietsleiter Rauschgift des Zollkriminalamtes in München, Jürgen Thiel, die aufgespürte Menge von insgesamt 7 Kilo des hochgiftigen Crystal Meth melden. Die "Kripo des Zolls" hat es mit immer professioneller agierenden Dealern und Schmugglern zu tun, die mit immer größeren Mengen unterwegs sind.

Siegfried Klöble, Leiter des Zollfahndungsamtes, bescheinigt seiner Dienststelle in Weiden sehr gute Arbeit. Auch Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht zeigte sich von den Leistungen dieser Spezialbehörde des Zolls durchaus beeindruckt. Allerdings gleicht die Arbeit einem Kampf gegen Windmühlen.

Vor drei Jahren etablierte der Zoll sechs Fahnder in Weiden. Inzwischen ist die Dienststelle Weiden, die im Juli in das frei gewordene Kreiswehrersatzamt umzog, auf 18 Ermittlungsbeamte sowie zwei Service-Kräfte gewachsen. "Hier sind die wirklich guten Fahnder", lobte Rupprecht, der sich bei seinem Besuch über die Arbeit der Einrichtung informierte.

Keine Entwarnung


In einem Pressegespräch fasste er die Berichte zusammen. Der Schmuggel von Crystal habe sich keinesfalls entschärft, "sondern ganz im Gegenteil". "Dieses Thema ist absolut präsent." Die gesamte Szene beidseits der Grenze habe sich professionalisiert. "Die Schmuggler lernen dazu, aber auch die Fahndung hat sich sehr gut weiterentwickelt." Die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden klappe sehr gut. Sachgebietsleiter Thiel erinnerte, dass die Ermittlungen der Weidener Kollegen inzwischen zu 160 Verurteilungen führten, die auch der Prüfung durch den Bundesgerichtshof standhielten.

"Nachsteuerungsbedarf" gebe es allenfalls in Einzelfällen bei den Justiz-Behörden jenseits der Grenze. "Das werde ich auch in Berlin vorbringen", sagte Rupprecht, der sich beim Bundesfinanzminister dafür einsetzen will, dass die finanzielle Ausstattung der Zollfahnder verbessert wird. Die Ermittlungsarbeit sei zwar zeit- und personalaufwendig, räumte Dienststellenleiterin Seibert ein. "Aber wir sind am richtigen Ort."
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