Kräuter-Königin trifft Obamas Schwester

Auma Obama (links), Halbschwester des US-Präsidenten Barack, könnte bei ihren Hilfsprojekten bald Unterstützung aus Weiden bekommen: Ein Gespräch darüber mit Waltraud Witteler gab es bereits. Bilder: dpa/hs

Die Anfrage "kam ganz kurzfristig", erzählt Waltraut Witteler . Ob sie am Sonntag nicht noch schnell nach Ingolstadt fahren wolle? Witteler wollte. Wer sagt auch schon Nein, wenn eine Frau um ein Gespräch bittet, die mit ihrer Arbeit für Hilfsorganisationen schon zahllose Menschen unterstützt hat? Und nebenbei die Halbschwester des US-Präsidenten ist?

Witteler, die prominente Weidener Köchin mit Spezialgebiet Kräuter, ist noch immer hörbar beeindruckt, wenn sie von dieser Frau, von Auma Obama, spricht: "Eine imposante Persönlichkeit mit sehr starker Ausstrahlung, intelligent, taff, lebendig." Die Kenianerin, die in Bayreuth promoviert hat, ist längst nicht nur wegen ihrer Verwandtschaft mit Barack Obama bekannt. Sondern auch wegen ihrer Arbeit für Organisationen, mit der sie vor allem benachteiligten Kindern und Jugendlichen hilft. Und wegen ihres Engagements für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Deshalb war sie am Wochenende auch in Ingolstadt, wo sie als Referentin für Amnesty International sprach.

Kindern Wissen weitergeben

Auma Obama nutzte den Aufenthalt in Bayern, um Witteler zu einem Treffen zu bitten. Nach dem Vortrag zogen sich die beiden in ein Café zurück. Es ging erst einmal "um ein Kennenlernen", sagt Witteler. Später soll sich daraus eine Zusammenarbeit entwickeln. Obama hat die Idee, dass doch einmal Kinder von Wittelers Wissen profitieren könnten. Zum Beispiel könnte die Oberpfälzerin einmal mit jungen Kenianern Kräuter sammeln und kochen.

"Ihr Grundprinzip ist, dass man Kindern nicht mit Geld oder Luxus hilft, sondern, indem man sie anleitet, wie sie sich selbst, ihre Stärken finden", erläutert Witteler den Hintergedanken. Die Weidenerin könnte dabei ihr Wissen über den Reichtum der Natur weitergeben. "Das wäre auch für mich eine wunderbare Erfahrung."

Weiteres Gespräch geplant

Die Idee klingt gut. Aber natürlich ist Obama nicht einfach so auf die Oberpfälzerin gekommen. Der Kontakt entstand unter anderem durch eine Mitarbeiterin Obamas, die früher Managerin von Starköchin Lea Linster war. Linster wiederum hat vor zwei Jahren in Weiden mit Witteler gekocht. Bei dem Benefizessen damals war auch Ernst-Otto Zippel von der Firma Rehau dabei, der bei Hilfsprojekten mit Obama gearbeitet hat, wie Witteler erzählt. Nun könnte also auch eine Zusammenarbeit mit Witteler folgen.

Im kommenden Jahr soll es ein weiteres Gespräch mit Obama geben. Witteler selbst ist unterdessen noch immer begeistert, dass sie womöglich "helfen darf". Die Weidenerin wäre jedenfalls bereit dazu. Verständlich. Wer sagt bei so einer Anfrage schon Nein?
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