Kreishandwerksmeister Karl Arnold tritt zurück
Bis zuletzt voll im Einsatz

Die Nachricht kam am Dienstagabend völlig überraschend: Kreishandwerksmeister Karl Arnold tritt zurück. Auch zwei Tage später bleiben Fragen offen.

(sbü) "Aus gesundheitlichen Gründen habe ich meinen Rücktritt vom Amt des Kreishandwerksmeisters erklärt." Das teilte Karl Arnold am Dienstagabend mit (wir berichteten). Auch am Tag darauf sind noch viele überrascht von Arnolds Handeln. War der 67-Jährige doch bis in die letzten Tage für das Handwerk im Einsatz. So zum Beispiel bei der Podiumsdiskussion des DGB zum Thema Mindestlohn oder bei der Gründung des Fördervereins "Rettet St. Sebastian" am vergangenen Wochenende (wir berichteten). Innungstagungen, Freisprechungsfeiern, Pressekonferenzen, Ausschuss- und Beiratssitzungen - überall tauchte noch sein Name auf. Und erst kürzlich forderte er beim SPD-Jahresempfang mutig die Ministerin Andrea Nahles auf, den normalen Stundenzettel als Nachweis für das Mindestlohngesetz anzuerkennen.

Zu vermuten ist, dass sein Fehlen bei der 9. Weidener Ausbildungsmesse am vergangenen Samstag schon ein erstes Anzeichen für den bevorstehenden Rücktritt war. Vor drei Jahren berichtete Arnold in einem Redaktionsgespräch, dass er vom Rettungsdienst ins Weidener Klinikum gebracht wurde. Der befürchtete Herzinfarkt sei jedoch nicht diagnostiziert worden.

Arnolds Umfeld - wie Christa Neubauer-Kreutzer, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Nordoberpfalz, Arnolds Stellvertreter Wolfgang Töppel sowie Hauptgeschäftsführer Toni Hinterdobler von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz - zeigte sich durchwegs überrascht von dem Rücktritt. Allesamt lobten Arnolds Verdienste. Ausführlich würden sie sicher bei seiner offiziellen Verabschiedung gewürdigt werden, waren sie sich einig.
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